VAREL - VAREL - Für die nachhaltige Profilierung einer Politik, die notwendige wirtschaftliche Wachstums- und Entwicklungsimpulse mit sozialer Gerechtigkeit verbindet, will sich der neugewählte Vorstand des DGB-Ortsverbandes Varel-Friesische Wehde einsetzen.
Wie der Vorsitzende Lothar Bredemeyer und sein Stellvertreter Peter Fleckenstein im NWZ -Gespräch weiter sagten, soll ein Mittel dazu eine künftige DGB-Veranstaltungsreihe in Varel sein, mit „vielleicht drei bis vier Terminen pro Jahr“. Zunächst sei das allerdings allein eine Projektidee. Es müssten erst einmal entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Fest stehe, dass „wir mehr machen wollen als eine Mai-Kundgebung und ein Pogrom-Gedenken am 9. November“.
Ob es solche öffentlichen Termine bereits zum voraussichtlich bevorstehenden Wahlkampf zu einer vorgezogenen Bundestagswahl geben wird, ist derzeit noch offen. Zumindest erwägen „wir, die Politik in dieser Zeit auch hier in Varel aus DGB-Sicht kritisch in den Blick zu nehmen“, so Bredemeyer.
Weiter ist der Vorstand entschlossen, Belegschaften in Bedrängnis – etwa bei der insolventen Porzellanfabrik in Seghorn – zu unterstützten. „Sollte es dort zu Aktionen kommen, sind wir dabei“, so Bredemeyer. Im Übrigen seien Gewerkschafter – aber nicht nur sie – aufgerufen, „dort zu kaufen, vom Angebot im Werk-Verkaufsshop Gebrauch zu machen“.
Insgesamt drohe eine Politik der „sozialen Kälte“, mit einem „umfassenden Angriff auf die Lebensbedingungen“ von Arbeitnehmern, Arbeitslosen und Rentnern.
Rund 4000 Mitglieder
Der DGB-Ortsverband Varel-Friesische Wehde hat knapp über 4000 Mitglieder. Bis zu zehn Einzelgewerkschaften sind vertreten. Der neue Vorstand amtiert vier Jahre. Ihm gehören weiter Lisa Hofer (Schriftührerin) sowie als Seniorenvertreter Heino Schwengels an.
