VAREL - Die Premiere wird am Haus von Gisela Hörmann aus Neuenwege vorgenommen. Sie hat den „Energie-Check“ bei der Raiffeisen-Volksbank gewonnen.
Von Anke Wöbken
VAREL - Die Energiepreise steigen, und viele Bürger versuchen, Energie einzusparen. So registriert die EWE viele Anfragen zur Thermografie an Immobilien. Anlass genug, in Varel einen Testmarkt zu starten: Ab Februar können Privatkunden ihre Immobilie durch EWE-Mitarbeiter mit Hilfe einer Wärmebildkamera ablichten lassen. Die Premiere soll schon bald am Haus von Gisela Hörmann in Neuenwege vollzogen werden. Sie hat einen Thermografie-Check von der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham anlässlich der Ausstellung „Energiereduzierung bei Immobilien“ in der Bank gewonnen.Die Thermografie wird nach Angaben von Michaela Klammer-Raddatz, zuständig für den Vertrieb in der Geschäftsregion Oldenburg/Varel der EWE, „schon länger angeboten“, vor allem Elektrothermografie, inzwischen auch Gebäudethermografie, aber bislang nur für die Industrie. Jetzt soll dieser Service auch Privatkunden offen stehen, zunächst jedoch nur in Varel und Lohne.
Bei der Thermografie kommt eine hochwertige Wärmebildkamera zum Einsatz. Sie kann Wärmestrahlung empfangen und visuell darstellen, wie Peter Jakubowski als Thermografie-Techniker der EWE erklärte.
Voraussetzungen für eine Thermografie sind möglichst Außentemperaturen von minus fünf bis minus zehn Grad Celsius. „Man sieht die Fehler nur dann, wenn die Temperaturgefälle möglichst groß sind“, erläuterte Jakubowski. Zudem sollte das Haus möglichst auf 25 bis 27 Grad vorgewärmt werden und die Ablichtungen morgens oder abends erfolgen, um eventuelle Sonneneinwirkung gering zu halten. Weisen die Außenwände Luftspalten auf wie meist bei Verklinkerungen, so können die Aufnahmen nur von innen gemacht werden. Dazu müssen die Außenwände auf der Innenseite freigestellt sein, erläuterte Jakubowski. Auch bei Altbauten mit Hohlräumen im Mauerwerk sei dies beispielsweise der Fall.
An Fehlerstellen stellt sich ein Wärmefluss ein, der mit Hilfe der Wärmebildkamera dokumentiert wird. Der Kunde erhalte die Aufnahmen zusammen mit Tageslichtaufnahmen in einem Bericht, in dem auch die Schwere der Schäden beurteilt wird. „Zudem geben wir Hinweise, wie man den Schaden beseitigen kann“, sagte Jakubowski.
Ein Thermografie-Check eines Einfamilienhauses kostet etwa 370 Euro, laut Klammer-Raddatz. Wird das Angebot gut in Varel angenommen, hat es auch auf Dauer Bestand. „Wir werden die Thermografie an Immobilien als normales Produkt testen – und uns dann als Standard-Produkt überlegen“, sagte sie.
