VAREL - Die Kinder haben ihren Spielplatz wieder ganz für sich alleine, die Baufahrzeuge sind weg. Drinnen arbeiten die Handwerker aber noch. „Am kommenden Montag, wenn der normale Betrieb wieder beginnt, sind wir größtenteils fertig“, verspricht Ursula Wölke, die Leiterin der städtischen Kindertagesstätte in Varel. „Und darüber sind wir froh. Die vergangenen fünf Monate waren für die Eltern und Erzieherinnen nicht einfach. Sie zeigten aber großes Verständnis.“ Die Kinder hätten sich schnell an die Bauarbeiten gewöhnt.
Das Gebäude an der Peterstraße ist aufgestockt worden. Einbezogen wurde auch die bisherige Hausmeisterwohnung. Die Hausmeisterin musste umziehen. Auf gut 200 Quadratmetern ist Platz für 30 zusätzliche Krippenkinder (bis drei Jahre) geschaffen worden. Damit verfügt die Kindertagesstätte jetzt über 56 Krippenplätze, von den 42 bereits belegt sind. Im Obergeschoss sind drei Schlafräume entstanden, zwei Gruppenräume, ein Waschraum, eine Mitarbeiter-Toilette, ein Lagerraum, eine Küche und ein Wickelraum. Wenn ein Kind gewickelt wurde, wird die alte Windel über eine Rutsche in einem Mülleimer im Erdgeschoss entsorgt.
„Kindergarten und Kinderkrippe befinden sich zwar unter einem Dach, sie sind aber räumlich voneinander getrennt“, erklärt Wölke. Beide hätten ihren eigenen Spielplatz. Die Kinder dürften sich aber gegenseitig besuchen.
In der Kinderkrippe können die Jungen und Mädchen zwischen 7 und 14 Uhr betreut werden. Im Kindergarten dagegen gibt es Vormittags- und Nachmittagsgruppen. Ganztagsbetreuung wird weder in der Kinderkrippe noch im Kindergarten angeboten. „Dafür gibt es nur vereinzelte Nachfragen“, so Wölke. „Wir verweisen dann auf den Kindergarten Zum guten Hirten und auf die Tagespflege des Landkreises.“
