Varel - Erhalt oder Abriss? Nach der Berichterstattung über die Zukunft der denkmalgeschützten Fußgängerbrücke im Vareler Bahnhof stellte der „Gemeinnützige“ diese Frage den Leserinnen und Lesern auch auf seiner Facebook-Seite im Internet. Zahlreiche Nutzer machten bei der Diskussion mit. Aus der nicht repräsentativen Umfrage ging hervor: Viele Teilnehmer an der Abstimmung forderten einen Abriss und den Bau eines neuen, modernen und vor allem barrierefreien Übergangs zu Gleis 3. Hier einige Meinungen:
„Abreißen, eine Modifikation birgt zu viele technische Risiken,“, schrieb Lutz N. in die Kommentarleiste. Und weiter: „Zudem sorgt sie seit vielen Jahren für einen Entwicklungsstillstand.“
Timo H. führte indes gleich mehrere Gründe für den Erhalt an: „1. Die Realisierung eines Neubaus dauert noch länger, weil bisher nur mit der Sanierung der alten Brücke geplant wurde. Bei einem Neubau fängt die ganze Planung bei Null an. 2. Die alte Brücke ist nur deshalb hässlich, weil einerseits die Leute sie mit ihrem Verhalten hässlich machen, und andererseits die DB sich nicht drum kümmert. 3. Auch die neue Brücke wird von Leuten bepinkelt und beschmiert, also kein wirklicher Unterschied zum Status Quo. 4. Der Neubau kommt mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Schutz vor der Witterung daher, sprich, ohne Dach.“
„Erhalten oder zumindest in der Form neu bauen“, fordert Tim W.: „Sie ist irgendwie das Wahrzeichen für Varel.“ Ihm widerspricht Marc K.: „Diesen maroden, dreckigen und stinkenden Übergang als Wahrzeichen zu bezeichnen, finde ich gewagt. Touristen die mit der Bahn anreisen bekommen direkt einen schlechten ersten Eindruck.“
Alternativlos ist der Abriss beispielsweise für Pete I.: „Diese Uringasse ist eine absolute Zumutung und für ältere Mitbürger eine Katastrophe“. Und Gerd H. fordert: „Abreißen, und zwar jetzt – je eher haben die Rollstuhlfahrer eine neue Brücke. Menschlichkeit geht vor Denkmalschutz“.
