Varel - „Ein Kompromiss zwischen dem klassischen Raiffeisenmarkt und dem, was nach Varel passt.“ So beschreibt Hermann Mammen, Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Ostfriesland, die Außenansicht des neuen Raiffeisenmarktes an der Gertrud-Barthel-Straße. Statt Raiffeisen-Grün bestimmt braunes Holz die Fassade des neuen Marktes, der in den ehemaligen Aldi-Markt einzieht. Die Planer orientieren sich dabei an den Farben des Weltnaturerbeportals in Dangast.

Das ehemalige Wohngebäude neben dem Aldi-Markt ist bereits abgerissen. „Dort wird ein neues Gebäude für den BurgerStop entstehen“, kündigt Mammen an. Dessen neuer Eingang wird sich an der Gertrud-Barthel-Straße befinden.

Das Gebäude, in dem der BurgerStop zuvor untergebracht war, wird ebenfalls abgerissen und Platz machen für den Neubau eines großen Eingangsbereiches für den Raiffeisenmarkt. Das große Hauptgebäude wird in seiner Struktur erhalten bleiben und für den Raiffeisenmarkt aufbereitet, kündigt Mammen an. Der Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft rechnet damit, dass der Markt im Frühjahr nächsten Jahres eröffnet werden kann, „wenn alles gut läuft“.

Im neuen Raiffeisenmarkt in Varel wird künftig „nicht zentrenrelevantes Hauptsortiment“ angeboten wie in anderen Raiffeisenmärkten auch. Die maximale Verkaufsfläche für zentrenrelevantes Sortiment wie Zoobedarf, Spielwaren und Hausrat wird auf zehn Prozent reduziert.

Zoobedarf, Spielwaren und Hausrat zählen laut Vareler Liste des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes zum zentrenrelevanten Sortiment. Das Einzelhandelsentwicklungskonzept, eine Selbstverpflichtung des Vareler Rates zur Steuerung des Einzelhandels, musste für die Ansiedlung des neuen Raiffeisenmarktes geändert werden, da sein Angebot zentrenrelevante Sortimentsbereiche umfassen wird.

Der ehemalige Aldi-Markt ist zu Famila an die Bürgermeister-Heidenreich-Straße gezogen. Dafür schloss nicht nur die Aldi-Filiale an der Gertrud-Barthel-Straße, sondern auch die an der Rodenkirchener Straße in Streek.