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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

280 Millionen für mehr Papier

16.11.2019

Varel Die Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV) will in den nächsten sieben Jahren insgesamt 280 Millionen Euro in den Standort in Varel (Landkreis Friesland) investieren. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Investitionen sollen Produktqualität, Produktionskapazität und Energieeffizienz verbessern.

Ziel des Strategieprogramms sei es, die Produktion auf eine Million Tonnen Wellpappen-Papiere und Karton zu erhöhen. Derzeit kann die Fabrik 850 000 Tonnen pro Jahr herstellen. Rohstoff bleibe weiterhin recyceltes Altpapier, heißt es von der Papier- und Kartonfabrik. Auch künftig soll in Varel eine breite Palette an Papieren und Karton die Fabrik verlassen. „Damit bieten wir unseren Kunden und Partnern in der Verpackungsindustrie eine Produktvielfalt, wie sie kaum ein anderer einzelner Standort unserer Branche bereitstellen kann“, sagte PKV-Gesellschafter Kristian Evers.

Die Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV)

Die PKV im friesischen Varel produziert mit ihren rund 590 Mitarbeitern Karton und Wellpappenpapiere für die deutsche und internationale Verpackungsindustrie. Als Rohstoff dient dem Familienunternehmen recyceltes Altpapier. Derzeit verfügt die PKV über eine jährliche Produktionskapazität von 850 000 Tonnen. Damit gehört die Fabrik in Varel zu den größten Produktionsstandorten der europäischen Papierindustrie.

In Varel gehört die Papier- und Kartonfabrik zu den größten Arbeitgebern, steht aber wegen Lärm- und Geruchsbelästigungen und Grundwasserentnahme immer wieder in der Kritik. Nach eigenen Angaben arbeitet die Fabrik im Branchenvergleich sehr ressourcenschonend.

Erste Teile des Programms seien bereits umgesetzt – wie zum Beispiel der Bau zweier neuer Logistikhallen und der Aufbau einer sogenannten Rejektaufbereitungsanlage. Mit letzterer werden im Altpapier befindliche Kunststoffteile zu Pellets verarbeitet, die schließlich in die thermische Verwertung gehen. In den nächsten Monaten und Jahren sollen weitere Schritte folgen.

Ein Meilenstein im Jahr 2020 werde der Umbau der Sieb- und Pressenpartie der Papiermaschine 4. Dadurch werde die Produktionskapazität für die Sorten „JadeWhite Classic“ und „JadeKraft“ von 300 000 auf 360 000 Tonnen erhöht und gleichzeitig die Energieeffizienz verbessert. Ab Februar 2020 wird die Maschine für den Umbau für fünf Wochen abgestellt.

Darüber hinaus würden auch die Kartonproduktion und die Prozesswasserbehandlungsanlage modernisiert und erweitert. Ebenso werde das fabrikeigene Kraftwerk modernisiert. Geplanter Baubeginn: zweites Quartal 2020. Alles zusammen soll die Produktionskapazität um 18 Prozent steigern. Es werde weiterhin bei der Produktaufteilung von 70 Prozent Papier und 30 Prozent Karton bleiben.

Gleichzeitig arbeite die PKV mit den neuen Anlagen umweltschonender. Seit dem Jahr 2000 sei der Energieeinsatz pro Tonne schon um 24 Prozent zurückgegangen, mit den neuen Maßnahmen soll der CO2-Ausstoß noch einmal um 23 Prozent gesenkt werden.

Die PKV begründet die Investitionen unter anderem mit dem erhöhten Bedarf an nachhaltigen Verpackungen. Das Unternehmen profitiert von den immer lauter werdenden Rufen nach plastikfreien Verpackungen. Das sei aber nicht der einzige Faktor, wie Unternehmenssprecher Sönke Klug sagt: „Es gibt da sehr viele Marktfaktoren – wie zum Beispiel die Konjunktur. Wird weniger produziert, wird auch weniger verpackt.“

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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