VAREL - Wenn Ralf Janßen seine Enkeltochter zum städtischen Kindergarten bringt, oder von dort abholt, sind Parkplätze in der Peterstraße Mangelware. Nicht selten nutzen Eltern oder Großeltern jeden verfügbaren Zentimeter, um ihr Kraftfahrzeug möglichst nahe beim Kindergarten zu parken. Nicht überall ist das erlaubt. In der Peterstraße ist auch ein Haltverbotsschild aufgestellt worden, um die Situation zu entschärfen. Geändert hat sich dadurch nach Ralf Janßens Beobachtung nichts. Manche Eltern oder Verwandte, die Kinder zum Kindergarten bringen, parken nach Janßens Beobachtung sogar auf dem Gehweg. Zwei- bis dreimal in der Woche beaufsichtigt der 65-Jährige seine Enkeltochter, immer dann, wenn die Tochter arbeitet. Dann bringt er das Mädchen in den Kindergarten und holt es mittags wieder ab.
Schon lange Thema
Die Verkehrssituation in der Peterstraße und dem Hohen Weg, der von der Mühlenstraße auf die Peterstraße trifft, ist im Kindergarten schon lange ein Thema. „Der Zustand herrscht leider schon lange“, bedauert Kindergartenleiterin Ursula Woelke. Sie rät Eltern, die ihr Kind mit dem Auto bringen, den städtischen Parkplatz Düsternstraße (früher Taddicken) zu nutzen. „Das wäre doch eine Alternative, ein paar Schritte zu laufen.“ Ein Problem sei, dass zu viele Eltern auf das Auto fixiert seien, um die Kinder zu bringen.
Im Ordnungsamt der Stadt Varel seien in jüngster Zeit keine Beschwerden wegen der Verkehrssituation am Kindergarten eingegangen, sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Engler. Jeder Verkehrsteilnehmer müsse sich an Vorschriften halten, appelliert er an die Autofahrer. „Wir versuchen zu kontrollieren, aber wir haben viele Brennpunkte in Varel“, sagte Engler. Erhöhtes Verkehrsaufkommen in den Morgen- und Mittagsstunden sei bei allen Kindergärten und auch den Grundschulen zu beobachten. Wenn die Stadt dann den Verkehr überwache und Verwarnungen ausspreche, „stößt man auf kein Interesse bei den Autofahrern, für Verwarnungen schon gar nicht.“
Parkplatz Düsternstraße
Engler bedauert, dass der nahe Parkplatz an der Düsternstraße nicht genutzt werde, damit Eltern ihre Kinder zum Kindergarten (oder in die Krippe) bringen. „Es wird offenbar als Zumutung empfunden, das kurze Stück zu Fuß zu gehen.“ Das gelte im Übrigen auch für die anderen Kindergärten und Grundschulen.
Für Hartmut Ahlers, Leiter des Polizeikommissariats Varel, ist eines klar. Er wird seine Beamten im Streifendienst bitten, die Situation vor dem städtischen Kindergarten zu überwachen. „Wir gucken da hin“, versprach er.
