VAREL - Wo Varel fast zu Ende ist und wo eigentlich niemand unbefugt hingelangen kann, steht zurzeit eine Beobachtungsplattform im Deichvorland. Die Plattform wurde für die Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer errichtet und ermöglicht Interessierten Blicke ins Wattenmeer und vor allem auf die Zugvögel, die zu Abertausenden im Wattenmeer rasten. Zu den ständigen Bewohnern des Wattenmeers wie Austernfischer oder Rotschenkel sind eine Vielzahl von Rastvögeln wie der Knutt dazu gekommen, ein amselgroßer Watvogel. Volker Behnet und Gundolf Reichert aus Oldenburg sind zwei Mitglieder der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Oldenburg, die am Mittwoch und Donnerstag auf der Beobachtungsplattform ausharren und Interessierten beim Bestimmen der Vogelwelt helfen (ab 8 Uhr).
Gerade zu den Hochwasserzeiten kommen die Rastvögel und die „ständigen Bewohner“ des Wattenmeeres auf den noch nicht überfluteten Teilen des Watts zusammen. Dort lassen sich Alpenstrandläufer, Brachvögel, Säbelschnäbler oder auch Kormorane beobachten, die vielleicht gerade mit breit ausgestreckten Flügeln ihr Gefieder trocknen. Wer Glück hat, kann eine der seltenen Kornweihen beobachten, die im Deichvorland vor dem Wapelersiel gerne auf Jagd gehen. Und ebenso selten ist der Anblick des Seeadlers, der aber ebenfalls das Deichvorland zur Nahrungssuche nutzt. „Das Deichvorland ist interessant für Greifvögel“, weiß Volker Bohnet, der regelmäßig Seeadler im Jadebusen beobachtet, einmal hat er sogar einen Steinadler gesehen. Die Vogelschwärme faszinieren wiederum Gundolf Reichert, der sogar schon Zwergflamingos als skurrilen Fund registriert hat. „Der Jadebusen ist eine der besten Stellen, um Seeadler zu sehen“, sagt Reichert.
Beobachtungsplattform
Die Beobachtungsplattform am Vareler Hafen ist Mittwoch, 14. Oktober, Donnerstag, 15. Oktober, jeweils ab 8 Uhr besetzt. Freitag, 16. Oktober, ab 9 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils ab 10 Uhr.
