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Projekt Abriss mit 20-Tonnen-Bagger

Varrelbusch - Mit schwerem Gerät rückte am Donnerstagmorgen das Garreler Transportbeton- und Erdarbeitenunternehmen Heinrich Rolfes am katholischen Kindergarten St. Marien in Varrelbusch an. Der alte Gebäudekomplex an der Straße Pämerhauk mit einer Nutzfläche von 298 Quadratmetern wird derzeit abgerissen. Anschließend wird dort ein größerer Neubau für die Kita entstehen.

Arbeiten voraussichtlich am Freitag beendet

Die eigentlichen Abrissarbeiten werden voraussichtlich an diesem Freitagnachmittag abgeschlossen sein, ehe am Montag dann der Schutt abtransportiert wird, erklärte der Maschinist Klaus Maschke. Er steuert den 20-Tonnen-„Caterpillar“-Bagger, der das alte Kindergartengebäude auseinandernimmt.

Ein sechsköpfiges Abrissteam ist vor Ort. Neben den Abrissarbeiten wurde am Donnerstag die Pflasterung vor dem Kindergarten aufgenommen. Sie wird am selben Standort zu großen Teilen wieder verbaut. Im alten Gebäude wurden unter anderem die Kunststofffassaden, die Vertäfelungen und die Isolierung (Glaswolle) abmontiert und sortiert. Für die Abrissarbeiten wurde extra eine Baustraße eingerichtet. Zwei große Container standen Donnerstag bereit.

Mehr als doppelt so groß

Das neue Kindergartengebäude wird circa im Frühjahr/Sommer 2019 fertiggestellt werden, teilte Carsten Blanke vom Bauamt mit. Es wird eine Nutzfläche von 683 Quadratmetern bieten. Die voraussichtliche Bauzeit betrage zwölf bis 15 Monate, so Blanke. Unmittelbar nach dem Abriss werde mit den Erdarbeiten begonnen.

Der alte Komplex kam für eine weitere Nutzung nicht mehr in Frage. Der Grundstein wurde 1964 gelegt. 1976 zog der Kindergarten St. Marien in das Gebäude ein, das zuvor als Schulgebäude genutzt wurde. Eine Eingangserweiterung erfolgte 1993/94. Ein Architekt hatte den Kindergarten unter die Lupe genommen und geurteilt, dass eine Sanierung sich nicht rechnen würde. Der Kindergarten entspreche weder baulich noch räumlich den Anforderungen an eine moderne Kita, hieß es seitens der Gemeinde. Ausweichräume, Ruheräume, Küche oder Personalzimmer waren bisher nicht vorhanden.


Bis zu vier Gruppen möglich

Das neue Kindergartengebäude soll im Erdgeschoss Platz für zwei Gruppen (eine Kindergarten- und eine Krippengruppe) bieten. Das Dachgeschoss wird ausgebaut und eine weitere Kindergartengruppe beherbergen sowie Platz für eine zusätzliche Gruppe ermöglichen.

Die Kindergartenkinder sind in der Übergangszeit in Containern auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Bereich des Parkplatzgeländes untergebracht.

Übergangsphase

Aufgestellt wurden insgesamt 14 Einzelcontainer: Je drei Container bilden zwei Gruppenräume. So hat jede Gruppe rund 49 Quadratmeter zur Verfügung. Zudem erhält jede Gruppe einen rund 14 Quadratmeter großen Nebenraum. Die Küche – samt Einbauküche – mit einer Größe von 14 Quadratmetern ist deutlich größer als bisher. 17 Quadratmeter stehen den vier Mitarbeiterinnen und der Einrichtungsleiterin von St. Marien, Edeltraud Bünger, für Besprechungen zur Verfügung. WCs mit kindgerechter Ausstattung und ein 28 Quadratmeter großer Flur mit viel Platz zum Spielen gibt es für die Kinder.

„Wir gehen aktuell von einer Mietdauer von rund 15 bis 18 Monaten aus“, so Bauamtsleiter Bley.

Sebastian Friedhoff
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