VECHTA - An der Universität Vechta ist das Projekt „DOMINNO – Demografieorientierte Konzepte zur Messung und Förderung von Innovationspotenzialen“ gestartet worden. Im Fokus von „DOMINNO“ stehen betriebliche Belegschaften, in denen altersübergreifend zusammengearbeitet wird. Das Kick Off zum Projekt wurde vom Zentrum für Vertrauensforschung (ZfV) der Universität Vechta ausgerichtet.

Zusammen mit dem Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec, Universität Bremen), dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie den Alloheim Seniorenresidenzen wird das Verbundprojekt durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF/ESF/EU) im Zeitraum von 2012 bis 2015 mit einer Gesamtsumme von rund 1,2 Millionen Euro gefördert.

„Was denken die alteingesessenen Mitarbeiter von den Jüngeren und umgekehrt? Wird der Betrieb als überaltert empfunden? Welche Folgen sind damit verbunden?“ Diese und ähnliche Fragen behandelt „DOMINNO“. Altersübergreifende Zusammenarbeit in betrieblichen Belegschaften wird von den Verbundpartnern analysiert, hemmende und förderliche Bedingungen identifiziert und messbar gemacht. Beantwortet werden soll so die Frage, welche Innovationspotenziale eine Belegschaft mit Jung und Alt für eine Firma birgt und wie sie genutzt werden können.

„Mit dem Wissen um demografiebezogene Konstellationen einer Belegschaft können gezielt Veränderungsprozesse angestoßen werden“, so der Leiter des Projekts, Prof. Dr. Martin Schweer. „So wird nach und nach ein vertrauensvoller Umgang miteinander etabliert, der alle Generationen einschließt.“

An vier Standorten der Alloheim Seniorenresidenzen GmbH wird mit den Belegschaften ein Gesamtkonzept entwickelt, erprobt und Handlungsbedarf ermittelt. Langfristig soll „DOMINNO“ ein Unterstützungssystem vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen entwickeln, mit dem diese auf sich verändernde Altersstrukturen reagieren können.