Vechta - Das Darmzentrum des St. Marienhospitals Vechta bietet eine Spitzenversorgung gegen Darmkrebs. Das Team ließ sich auch in diesem Jahr wieder kritisch von einem externen Experten prüfen und hat das Audit sehr gut gemeistert.

Das Darmzentrum Vechta ist nach den höchsten Qualitätsanforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Beim kürzlichen Überwachungsaudit wurde die Einhaltung der fachlichen Anforderungen durch das unabhängige Zertifizierungsinstitut OnkoZert überprüft. Intensiv wurden insbesondere die Abläufe bei Diagnostik und Therapie begutachtet. Das Darmkrebszentrum am St. Marienhospital hat in der Region ein Alleinstellungsmerkmal: Im Umkreis von mehr als 50 Kilometern findet sich kein weiteres Krankenhaus, das über das Qualitätssiegel Darmzentrum nach den strengen Kriterien der DKG verfügt.

Der Auditor würdigte sowohl die hervorragenden Strukturen zwischen den Kooperationspartnern im Einzelnen als auch im gesamten Netzwerk und insbesondere auch die sehr guten Operationsergebnisse. Ein besonders großes Lob erhielt das Team des Darmzentrums mit der Aussage des Prüfers, dass er sich in diesem guten Zentrum auch selbst behandeln lassen würde. „Eine bessere Kritik können wir gar nicht bekommen“, so Aloys Muhle, Geschäftsführer des St. Marienhospitals. „Für uns ist das ein zusätzlicher Ansporn, um unseren beschrittenen Weg in der Qualitätssicherung weiter zu verfolgen“, sind sich Dr. Volker Meister und Dr. Frank Fischer, Leiter des Darmzentrums, einig.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Bei den Männern ist er hierzulande die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 61 000 Menschen an der tückischen, weil zunächst stummen, Krankheit. Gerade deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge, eine umfassende und kompetente Diagnostik sowie Therapie sehr wichtig.

In einem zertifizierten Darmkrebszentrum wie im St. Marienhospital Vechta erfüllt der Begriff Zentrum dabei eine völlig neue Bedeutung: Innerhalb des Zentrums arbeiten Fachärzte aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen intensiv zusammen. Die Abteilung für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologie), die Abteilung für Bauchchirurgie (Viszeralchirurgie), der Radiologe, der Pathologe, der Onkologe und der Strahlentherapeut treffen sich einmal in der Woche zur so genannten Tumorkonferenz. Hier tauschen sich die Experten über die Untersuchungsergebnisse der Darmkrebs-Patienten aus, um eine individuelle Behandlungsstrategie festzulegen.