VECHTA - Zum Siegerhengst der Oldenburger Körung in Vechta ist am Sonnabend ein extravaganter Schimmel von Felmmingh-Inselfürst aus der Zucht von Aloys Schmidt (Geeste) gekürt worden. „Der strahlende Herzenzbrecher nahm das Publikum und seine neuen Besitzer aus den USA vom Fleck weg gefangen“, so Heiner Kanowski, Geschäftsführer des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes.
Louise und Doug Leatherdale legten 250 000 Euro für das Tier an – das Höchstgebot der Auktion. Das bekannte Züchterehepaar aus Minnesota wird seinen Oldenburger-Champion in der Hengststation von Jens Meyer im niedersächsischen Dorum aufstellen.
Zuchtzulassung für 22 Tiere
Der Körkommission des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes wurden vom 19. bis 21. November insgesamt 38 Hengste vorgestellt. Davon erhielten 22 eine Zuchtzulassung, und acht wurden prämiert.
Beim Springpferdezuchtverband Oldenburg-International (OS) hieß der Siegerhengst – ebenso wie im vergangenen Jahr – „Last Man Standing“. Der moderne Braune stammt aus der Zucht der Gebrüder Möller GbR (Garlitz) und wurde für 80 000 Euro an eine Besitzergemeinschaft – bestehend aus der Familie Schou und dem OS-Vorsitzenden Paul Schockemöhle – zugeschlagen. Christian und Andreas Schou sind im internationalen Springsport und als Hengsthalter in Dänemark höchst erfolgreich. Von 28 präsentierten OS-Hengsten wurden zwölf gekört, und sechs erhielten eine Prämie.
65 Prozent Exportquote
Auf der Auktion der gekörten und nicht gekörten Hengste erzielte der Oldenburger Verband für 23 Kandidaten einen Umsatz von 1 046 000 Euro. Die gekörten Hengste kosteten im Durchschnitt 67 692 Euro, die nicht gekörten 17 000 Euro. Hervorragend war wieder einmal die Exportquote von rund 65 Prozent. Die größte Auslandsdelegation kam aus Spanien, wo fünf Hengste eine neue Heimat finden.
Die OS-Hengste erzielten bei 17 Zuschlägen einen Gesamtumsatz von 527 500 Euro. Der Durchschnittspreis für die gekörten Hengste beträgt 47 333 Euro und für die nicht gekörten 12 688 Euro.
Nachzuchtbewertung
Hauptprämien-Sieger bei den dressurbetonten Vererbern wurde Fürst Romancier (geboren 2004, von Fürst Heinrich aus der Ronja von Romancier-Winston, Züchter: Lothar Schulze, Schenkenberg; Station Paul Schockemöhle, Mühlen). Fürst Romancier überzeugte durch seine Eigenleistung und seine hervorragende Nachzuchtbewertung.
Seine Leistungsprüfung absolvierte Fürst Romancier mit einem glänzenden Dressurindex von 148,92 Punkten in Schliekau. In Dressurpferdeprüfungen beim Bundeschampionat und der Weltmeisterschaft für junge Dressurpferde war er mit Dr. Ulf Möller im Sattel Finalist. „Der monumentale Beschäler ist ein Vertreter des Edulina-Stammes, der unter anderem mit den Hengsten Patent, Special Gold, Landjuwel Gold, Exupery, Serano Gold und Sungold zu den Kronjuwelen der Oldenburger-Zucht zählt“, so Kanowski weiter.
70-Tage-Test in Redefin
Bei den springbetonten Hengsten ging der Hauptprämiensieg an Cornet’s Prinz (geboren 2005, Cornet Obolensky aus der Almoxella O von Almox Prints-Polydor-Grannus, Züchter: Willi Ottmann, Saerbeck, Besitzer: Station Heinrich Klatte, Lastrup). Cornet’s Prinz absolvierte seinen 70-Tage-Test in Redefin und gewann unter Heinrich Richter Springpferdeprüfungen der Klasse L.
Mehr Infos unter www.oldenburger-pferde.com
