Brake - „Der Ton ist rau, aber herzlich“, erzählt Mareike Karsuntke. „Daran musste ich mich am Anfang erst gewöhnen.“ Die 18-Jährige will Energieelektronikerin werden, sie ist derzeit im zweiten Ausbildungsjahr. „Ich wollte immer etwas Handwerkliches machen“, erklärt Mareike, warum sie einen nicht gerade frauentypischen Beruf ausgewählt hat – und dann auch noch bei Niedersachsen Ports angefangen hat, wo „der Jargon an der Pier nun einmal anders ist“, wie Ausbilder Eduard Oswald bestätigt. Aber dafür sei die Arbeit abwechslungsreich und die Kollegen alle sehr nett, bestätigt er seiner Auszubildenden, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Seit 1996 bei N-Ports
„Wir achten hier sehr auf eine familiäre Atmosphäre“, betont der 38-jährige Braker, „damit lassen sich eventuelle Probleme leichter lösen“. Oswald ist erst seit drei Jahren als Ausbilder in der Lehrwerkstatt von N-Ports in der Brommy-straße tätig. Aber er kennt das Hafenunternehmen bereits seit 1996: Am 1. August des Jahres begann er hier mit seiner Ausbildung zum Indus-triemechaniker. „Immer dieselbe Sache, das ist nicht meine Richtung“, erklärt Oswald, warum er sich nach langjähriger Tätigkeit dazu entschieden hat, gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Dießner den Ausbildungsbereich zu übernehmen. 20 junge Leute werden derzeit betreut.
„Ich musste mich nicht groß umstellen“, sagt Oswald. „Aber die Verantwortung ist nun eine andere.“ Als Ausbilder brauche man Feingefühl und müsse ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Es gehe darum, die Persönlichkeit der jungen Leute zu festigen und deren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern. Ausbildung habe also auch immer etwas mit Erziehung zu tun. „Aber die Eltern ersetzen wir nicht“, betont Eduard Oswald, der selbst Vater von zwei Kindern ist.
Gute Berufschancen
Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung zur Energieelektronikerin oder zum Industriemechaniker. Im ersten Ausbildungsjahr sind die jungen Leute ausschließlich in der Lehrwerkstatt und lernen Basisfertigkeiten, Das bedeutet, den richtigen Umgang mit Handwerksgeräten, Arbeitsmaterialien und Maschinen. Ab dem zweiten Lehrjahr setzen sie dann unter Aufsicht von Gesellen das Gelernte in die Praxis um. „Schweißen, Kabel verlegen, Wartungsarbeiten – eben alles, was in unserem Betrieb so anfällt“, erläutert Oswald. Entsprechend umfassend sei die Ausbildung.
Die Berufschancen der jungen Leute seien daher gut: Andere Unternehmen würden sie gern nehmen, wenn sie nicht gleich bei N-Ports bleiben würden. Deshalb, so Eduard Oswald, mache er sich auch keine Sorgen um Mareike. „Die geht ihren Weg.“
