Friesoythe - Es sei sehr auffällig, wie wenig Fledermäuse es nur noch im Friesoyther Stadtpark gebe, musste Ute Humburg kürzlich feststellen. Sie nahm vor einigen Tagen an einer Fledermausführung des Naturschutzbundes (Nabu) teil. Einige Tiere seien zwar gesichtet worden, aber vor rund 15 Jahren seien es deutlich mehr gewesen. Aus ihrer Sicht sei die Erweiterung des Rathauses und der Bau des Parkplatzes Schuld an dem Rückgang. Vor etwas mehr als zehn Jahren mussten dafür zahlreiche Bäume im Bereich der Tecklenburger Straße gefällt werden. „Damit verschwand ein wichtiger Lebensbereich für die Fledermäuse“, sagte Humburg. Schon damals habe eine Nabu-Gruppe auf diese Folgen aufmerksam gemacht.
Die 44-jährige Friesoytherin möchte in Zukunft mehr Verantwortung für die Umwelt in ihrer Heimat übernehmen. Daher möchten sie und weitere Mitstreiter in Friesoythe eine Nabu-Ortsgruppe gründen. Ein erstes Treffen wird am Mittwoch, 28. September, in der Wassermühle in Friesoythe stattfinden. Beginn ist um 19.30 Uhr. Mit dabei sein wird auch Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer des Nabu Oldenburger Land. Er wird zum Auftakt einen Vortrag über Gartenvögel halten. Humburg: „Eingeladen sind alle, die sich für Naturschutz interessieren und Engagement dafür zeigen, was in Friesoythe passiert.“
