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Tag der ökonomischen Bildung in Oldenburg Weltwirtschaft auf dem Weg in die Schule

Im Gespräch (v. l.): Michael Koch, Institut für Ökonomische Bildung; Mirja Viertelhaus-Koschig, Firma Vierol; Prof. Lijun Tang, Hochschule Ruhr-West, Barbara Lippert.

Im Gespräch (v. l.): Michael Koch, Institut für Ökonomische Bildung; Mirja Viertelhaus-Koschig, Firma Vierol; Prof. Lijun Tang, Hochschule Ruhr-West, Barbara Lippert.

Sascha Stüber

Oldenburg - Kenntnisse im Umgang mit Geld und Wirtschaft gehören zur Kernkompetenz für ein Leben auf den eigenen Beinen. Doch diesen Stellenwert muss sich dieser Bereich in der Schule immer wieder neu erarbeiten. Der Tag der ökonomischen Bildung ist einer der Beiträge des Verbands Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (Vöbas), diesen Stellenwert auch inhaltlich zu untermauern. Wegen der personell angespannten Lage ist es nicht selbstverständlich, dass sich Lehrkräfte einen Tag lang Zeit nehmen zur Weiterbildung.

In Präsenz und digital

Bei der 16. Auflage am Freitag an der Universität Oldenburg stellte der „Tag der ökonomischen Bildung“ seinen guten Ruf unter Beweis: 110 Lehrerinnen und Lehrer hatten sich in Präsenz angemeldet, weitere 71 zur digitalen Teilnahme. Dennoch: Die Zahl von 200 und mehr Teilnehmenden der vergangenen Jahre wurde nicht erreicht.

Kein Weg zurück

Vom diesjährigen Thema „Weltwirtschaft im Umbruch – Rückkehr zur Geopolitik?!“ war es nicht weit zum Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Referentin Barbara Lippert von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin sieht auch für den Zeitpunkt des Kriegsendes keine Rückkehr zum Status der Beziehungen zwischen Europa und Russland vor dem Krieg. „Einen Weg zurück wird es nicht geben“, sagte die Wissenschaftlerin. Eine Kooperation sei nicht möglich, solange Russland seine „imperiale Politik“ verfolge. Auch der von Deutschland angestrebte Abschied von fossilen Energieträgern werde sich dauerhaft auf die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland auswirken. Dennoch: Auch künftig sei eine Sicherheitsordnung nur mit Russland gegeben.

Für Europa sieht Barbara Lippert eine „strategische Autonomie“ als Zielgröße der künftigen geopolitischen Ausrichtung an. Darunter versteht die Referentin die Fähigkeit einer eigenen Außen- und Sicherheitspolitik „gern mit Partnern, notfalls auch allein.“ Bei der Globalisierung sieht Barbara Lippert eine Verlangsamung. Zunehmende Kritik hätte diese Entwicklung zwar nicht gestoppt, aber gebremst.

Schülerfirmen besteuern

Neben dem eklatanten Mangel an Lehrkräften, auch für ökonomische Bildung, beschäftigt sich der Verband Ökonomische Bildung mit der Stärkung von Kompetenzen im Bereich Existenzgründung. Ebenfalls auf die Unterstützung konkreter Erfahrungen im Bereich der Wirtschaft zielt der Einsatz des Verbandes für Schülerfirmen. Hier gilt es, so der Vöbas-Vorsitzende Janosch Schierke (Herbartgymnasium Oldenburg), die drohende Belastung durch die Umsatzsteuer abzuwenden. Für Schierke war die Veranstaltung der erste größere Auftritt nach seinem Amtsantritt. Sein Vorgänger, der langjährige Vorsitzende und Gründer der Veranstaltungsreihe, Kajo Burkard, wurde mit langanhaltendem Applaus gewürdigt.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
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