Hude - Kein klassischer Vorstand mit einem 1. Vorsitzenden, Kassenwart und Schriftführer mehr – stattdessen ein gleichberechtigtes Führungsquartett, dem ein hauptamtlicher Sportreferent zuarbeitet. Mit dieser neuen Struktur hat der TV Hude 2011, als sich keine Nachfolger für die damaligen Vorstandsmitglieder fanden, Mut bewiesen. Zwei Jahre später lässt sich sagen, das Konzept ist aufgegangen: „Wir sind unserem Ziel, den TV Hude fit für die Zukunft zu machen, ein großes Stück näher gekommen. Mit dem Verein geht es eindeutig wieder aufwärts“, bilanziert Marlies Pape, die gemeinsam mit Peter Zwiener, Immanuel Mieschendahl und Christoph Roth Verantwortung übernommen hat, um zu verhindern, dass der mit rund 2300 Mitgliedern größte Verein der Gemeinde den Bach ’runtergeht.
Drei machen weiter
Am Donnerstag, 14. März, stehen in der Jahreshauptversammlung nun wieder Vorstandswahlen auf der Tagesordnung (ab 20 Uhr im Versammlungsraum der Jahnhalle). Marlies Pape ist ebenso wie Christoph Roth zu einer weiteren Amtszeit bereit. Das gilt auch für Peter Zwiener, der sich indes vorstellen kann, bereits nach einem Jahr einem Nachfolger Platz zu machen. Nicht erneut kandidieren wird Immanuel Mieschendahl, der durch Familie, Beruf und Sport (als Spieler der Tischtennis-Oberligamannschaft) zeitlich stark beansprucht ist. Zwar würde der geschäftsführende Vorstand die Mindestgröße von drei Mitgliedern auch nach Mieschendahls Ausscheiden weiter erfüllen, Marlies Pape hofft jedoch, dass sich bis zur Versammlung Ersatz finden lässt.
Denn ihrer Meinung nach hat sich die Arbeit im Vierer-Gremium mit Unterstützung von Sportreferent Felix Lingenau bewährt. „Das hat sehr gut funktioniert. Wir hatten den Vorteil, alle neu mit unverstelltem Blickwinkel an die Aufgabe heranzugehen.“ Man habe produktiv und effizient an der Gesundung der Vereinsfinanzen gearbeitet und dabei gegenüber den Abteilungen für Transparenz gesorgt. „Man muss die Menschen abholen“, lautet Papes Motto. Es habe schmerzliche Entscheidungen gegeben, wie zum Beispiel Einsparungen in der Geschäftsstelle und eine Erhöhung der Beiträge. Dass kostenintensive Abteilungen mit hohem sportlichen Anspruch wie beispielsweise Handball, Tischtennis oder Ballett, darüber hinaus Zusatzbeiträge erheben, wird von Pape begrüßt.
Lob für „Mission 2018“
Ausdrücklich lobt sie auch die „Mission 2018“ in der Handballabteilung. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens fünf Mannschaften auf Landesliga-Niveau zu heben, gleichzeitig aber Einsparmöglichkeiten und zusätzliche Einnahmen im Gesamtumfang von rund 10 000 Euro auszuschöpfen, um einen ersten Schritt in Richtung eines ausgeglichenen Haushalts zu machen.
Das ist für den Gesamtverein bereits gelungen: Erstmals seit 2005 wird der Vorstand der Jahreshauptversammlung schwarze Zahlen präsentieren können. Auch wenn der Abschluss für das Jahr 2012 noch nicht bis auf den letzten Cent ausgerechnet ist, wird es unterm Strich einen Gewinn geben, freut sich Marlies Pape.
