Hamburg - Die IG Metall Küste hat die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie im Norden nach nur einer halben Stunde abgebrochen. „Über ein Angebot von 0,9 Prozent mehr Geld und einer Einmalzahlung von 0,3 Prozent brauchen wir gar nicht erst zu verhandeln“, sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken am Donnerstag in Hamburg. „Wer so etwas vorlegt, will keine Verhandlungen, sondern provoziert die Beschäftigten.“

Der Arbeitgeberverband Nordmetall hatte zuvor 1,2 Prozent mehr Entgelt angeboten. Davon sollen 0,3 Prozent als Einmalzahlung gelten. „Die Zeit für Höhenflüge ist vorbei“, sagte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch.

Die IG Metall Küste fordert für die rund 140 000 Beschäftigten (u.a. in Nordwest-Niedersachsen) fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Die Zeichen stehen nun auf Warnstreiks. „Wenn die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde nicht kräftig nachlegen, sind Arbeitsniederlegungen unausweichlich“, sagte Geiken.