NWZ
von einem durch Aquaplaning bedingten Unfall, bei dem ein Wagen ins Schleudern geriet und einen 71-jährigen Motorradfahrer mitriss. Doch die Polizei-Meldung (auf der derNWZ
-Bericht basiert) sei fehlerhaft bzw. nicht die ganze Wahrheit, so Krull, der den Unfall-Wagen, einen Peugeot 206, fuhr.Vor allem ist der 28-Jährige, der mit einer Fahrgemeinschaft jeden Morgen nach Bremen zur Arbeit fährt, über den Zustand der Fahrbahn empört: „Da sind Senken, in denen sich das Wasser sammelt. Ich bin weniger als 100 km/h gefahren, als ich auf einmal richtig runtergebremst wurde; man hat gehört, wie das Wasser in den Motorraum geschossen ist. Wir konnten nichts mehr sehen, weder vorne, noch hinten, links oder rechts. Der Fahrer hinter uns hat später zu Protokoll gegeben, die Fontäne sei drei Meter hoch gewesen.“
Da dichter Verkehr zu dem Zeitpunkt gewesen sei, habe der Oldenburger von der Überholspur nicht nach rechts wechseln wollen; dies sei ihm zu gefährlich gewesen. „Als wieder Sicht war, war der Wagen vorne schon in der linken Leitplanke drin. Danach gings nur drehend weiter“ – und zwar auf die rechte Seite, wo unglücklicherweise ausgerechnet zu dem Zeitpunkt ein 71-jähriger Motorradfahrer aus Dötlingen unter der Brücke stand, um sich für die Weiterfahrt bei Regen zu „präparieren“.
Mit dem Dötlinger habe Krull bereits gesprochen, als dieser im Krankenhaus war: „Ich habe mich natürlich sofort entschuldigt, auch wenn ich nichts dafür konnte. Er sagte, er habe leichte Probleme mit der Halswirbelsäule und sich die Beine aufgeratscht, aber keine bleibenden Verletzungen. Er wollte am gleichen Tag noch nach Hause. Er hat es recht locker aufgefasst.“ Krull selbst habe ein Schleudertrauma und Prellungen davongetragen, seine beiden Mitfahrer Prellungen an der Hüfte bzw. Schnittverletzungen an den Händen durch Glas. Außerdem: „Der Wagen ist hinüber.“
„Der ADAC hat mir empfohlen, den Restwert und das Gutachten bei der Landesbehörde für Straßenbau einzureichen. Auch wenn es regnet, muss das Wasser doch ablaufen“, so Krull. Auch sein Vater wisse um die Gefahr dieses Streckenabschnitts und habe sich geärgert, dass er ihm davon nichts erzählt habe.
„Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist“, meint Theodor Bley, Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf den entsprechenden Abschnitt angesprochen, „das kann ich mir nicht vorstellen, dass es dort gravierende Mängel gibt. Wenn wir einen Hinweis auf Mängel bekommen, gehen wir der Sache aber natürlich nach; die Autobahnmeisterei guckt sich das dann an und handelt bei Bedarf.“
