Saterland - Regelmäßig zu chaotischen Verkehrssituationen kommt es im Bereich Schulstraße und Mootzen-straße in Ramsloh – gerade zu den Hauptzeiten zu Schulbeginn- und -ende , wenn die Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Dieser Ansicht war auch der Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen und Fremdenverkehr in seiner Sitzung am Donnerstag.

Die Situation liege auch im Bereich des Schulzentrums Saterland und des Laurentius-Siemer-Gymnasiums vor, berichtete Erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann. Auch Polizeikontrollen hätten in der Vergangenheit hier nichts gebracht.

Die Grundschule Ramsloh, der Kindergarten Pusteblume mit Kinderkrippe und die Elternräte haben deshalb ein entsprechendes Verkehrsgutachten eines Sachverständigen beantragt. Die Wünsche der Schule und des Kindergartens gehen weiter in Bezug auf zusätzlichen Parkraum und Beleuchtung, teilte Hellmann mit.

Dabei sei die Schulstraße als Entlastungsstraße gebaut worden, um die Verkehrssituation zu entzerren. Autos können aus dem Ortskern aber nicht verbannt werden.

„Wir sind keine Fachleute. Da kann es nicht schaden, dass wir Profis entscheiden lassen“, sagte Benno Hermes (CDU). Einig war man sich, dass das Verkehrschaos nicht nur der Situation vor Ort geschuldet ist, sondern auch von herbringenden Eltern. Schließlich wurde empfohlen, ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Verkehrskonzeptes zu beauftragen.


Zudem beschäftigte den Ausschuss das Investitionsprogramm für 2016 bis 2020. Kämmerer Jens Gralheer erläuterte den Mitgliedern die anstehenden Investitionen.

Für den Endausbau der Erschließungsstraßen in Wohnbaugebieten wurden beispielsweise in das Investitionsprogramm folgende Vorschläge eingebracht: 159 000 Euro (zuzüglich 10 000 Euro in 2016) für die Buchenstraße (Scharrel) in 2017, zeitgleich Ausbau der Buchenallee (Scharrel) für 223 000 Euro, 507 000 Euro für Poaters Koamp, Litje Timpe (Ramsloh) für 2017.

Für den Ankauf von Grundstücken sind insgesamt Mittel von über zwei Millionen Euro in 2017 investiert werden.

Für Gesprächsstoff sorgte auch im Zusammenhang mit dem Teilhaushalt 2017 die Sanierung eines sehr schlechten Teilstückes der Klosterstraße in Bokelesch. Für den Bodenaustausch sind rund 30 000 Euro kalkuliert, für die Oberflächensanierung etwa 25 000 Euro. Rund 100 Meter der Klosterstraße seien sanierungsbedürftig, so Hellmann.

Hermes brachte einen Neubau ins Gespräch, um „Flicken“ in der Straße zu vermeiden. Er hatte Bedenken, dass die Sanierung nur einige Jahre Bestand habe. Hellmann entgegnete, dass durch die jetzige Planung die Straße wesentlich länger, rund 20 Jahre, genutzt werden könne.

Am Ende wurden auf der Sitzung das Investitionsprogramm für den Planungszeitraum 2016 bis 2020 sowie der Teilhaushalt des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen und Fremdenverkehr angenommen.