Jever - Die Möglichkeiten der Mitglieder, Wünsche und Anregungen vorzutragen, gehören mit zu den Aufgaben des Bürgervereins Jever. Das betonte Vorsitzender Hanspeter Waculik bei der Jahreshauptversammlung (die NWZ  berichtete). Die Stadt Jever unterstützt dies, so war Ordnungsamtsmitarbeiter Christian Noack wie im vergangenen Jahr Ansprechpartner für die Mitglieder. Im vergangenen Jahr habe er viele Anregungen umsetzen können.

Waculik lobte den Teppich, der erstmals auf dem Weihnachtsmarkt für einen begehbaren Untergrund gesorgt hatte, und Noack wies darauf hin, dass Wünsche und Anregungen für den Weihnachtsmarkt 2015 von Organisatorin Maike Theesfeld gerne angenommen werden.

Dass derzeit Straßenlaternen defekt sind, ist bekannt, sagte Noack und es werde mit Hochdruck an der Reparatur gearbeitet. Einige Mitglieder missbilligten das Mitführen von Hunden auf dem Wochenmarkt, das sei unhygienisch. Die Stadt sei zudem bemüht, das Radfahren auf dem Wochenmarkt zu verhindern, so Noack. Ein Ahnden der Verstöße im „fließenden Verkehr“ durch die Mitarbeiter der Stadt, ist allerdings nicht möglich: Das Ordnungsamt darf nur den ruhenden Verkehr, also Parkverstöße, überwachen.

Das gelte auch in den Bereichen, wo zu schnell gefahren wird wie Danziger Straße und Anton-Günther-Straße: Das falle in die Zuständigkeit der Polizei. Die Stadt sei bemüht, gemeinsam mit der Polizei auch das Problem des Auto-Verkehrs in der Fußgängerzone Große Burgstraße zu regeln. Beim ehemaligen Sophienstift werde die Auswertung der Messung ergeben, ob die Einrichtung einer Tempo-30-Zone möglich ist. Der Anregung, die Grünphase für Fußgänger im Bereich Alter Markt über die ehemalige B 210 zu verlängern werde nachgegangen, so Noack.

Er erläuterte zudem die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehr, deren Mitglieder ohne Entgelt Dienst für den Brand- und Katastrophenschutz leisten. Mit dem neuen Brandschutzkonzept sei dem Stadtrat möglich, einen langfristigen Investitionsplan aufzustellen, doch im Vordergrund stehen die Menschen, die auf das vielfältige Einsatzspektrum gut vorbereitet sein müssen.


Nach zwölf Jahren schied Vergnügungsleiterin Silvia Jennerich aus dem Vorstand des Bürgervereins Jever aus. Zur Schatzmeisterin wurde sie 2003 gewählt. 2005 übernahm sie die Vereinsführung, ab 2007 war sie auch Vergnügungsleiterin. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Heidi Waculik gewählt. „Ich habe viele Jahre das Vergnügen gehabt, den Mitgliedern Vergnügen zu bereiten“, sagte Silvia Jennerich.

In der Versammlung stellte außerdem Hans-Jürgen Meyer sein Buch „Extra-Sud aus Jever” vor. Er blickt darin auf seine Zeiten als Gastwirt zurück – dazu gehört die Bewirtschaftung der Bierakademie Jever und auf dem Bäderschiff „MS Wilhelmshaven“.