Hasbruch/Ganderkesee - Es war ein erfolgreiches Jahr für die Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs, das wurde im Jahresbericht des Vorsitzenden Heiko Ackermann auf der jüngsten Mitgliederversammlung deutlich: Sowohl der Hasbruchtag im August als auch der Apfeltag im Oktober fanden großen Zuspruch. Einer der Höhepunkte sei auch der Beitritt zur Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) gewesen. Dadurch seien bereits viele Impulse für eine aktivere Jugendarbeit gegeben worden. Außerdem sei der Verein über die SDW nun im Beirat der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg vertreten.

„Schmerzlos“ ging die turnusgemäße Wiederwahl des Vorstandes vonstatten: Vorsitzender Heiko Ackermann, seine Stellvertreterin Bettina Cordes und Kassenwart Helmut Kühling wurden einstimmig wiedergewählt. Kühling berichtete auch gleich von einem positivem Jahresergebnis: Die Rücklagen für zukünftige Projekte konnten „erfreulich erhöht“ werden. Zum neuen Kassenprüfer wurde Wilhelm Rippen einstimmig gewählt.

Bettina Cordes schilderte derweil die Gründung eines Teams für die neuen Aktivitäten in der Jugendarbeit. Hier hätten sich einige Vereinsmitglieder gefunden, die unter anderem im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinden Hude und Ganderkesee aktiv werden wollen.

Im Ausblick auf das Jahr 2017 informierte Heiko Ackermann unter anderem über eine im Mai geplante Vereinsfahrt zum Urwald Herrenholz bei Goldenstedt. Außerdem findet der Hasbruchtag dieses Jahr bereits im Juni statt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Botanik. Zudem soll ein Insektenhotel auf der Streuobstwiese in Vielstedt errichtet werden.

Im Vorfeld der Versammlung hatten sich bereits einige der Mitglieder zu einer Waldbegehung im Hasbruch getroffen: Revierförster Jens Meier führte die Gruppe durch den Wald und erklärte die in den vergangenen Monaten im Hasbruch durchgeführten forstlichen Maßnahmen. „Es ist für uns als Verein sehr wichtig, dass sich alle Mitglieder regelmäßig über die fachlichen Hintergründe der zu beobachtenden Forstarbeiten informieren können“, betonte Vorsitzender Ackermann. „Dabei wird deutlich, wie auch ökologische Aspekte eine große Rolle spielen und dass es nicht nur ums Bäume absägen geht.“


Bei der Begehung fanden die Vereinsmitglieder auch den ersten Frühlingsboten: Während sich Scharbockskraut, Buschwindröschen und Pingelkraut trotz sichtbarer Knospen noch nicht zeigten, hatte sich eine erste Schlüsselblume mit ihrem gelben Blütenstand schon einmal vorgewagt. So konnten sich die Vereinsmitglieder davon überzeugen, dass sich spätestens am kommenden Wochenende viele andere Frühlingsblüher ebenfalls erstmals zeigen werden.