Stapelfeld - Vor 20 Jahren hat sich der „Verbund familienfreundlicher Unternehmen Oldenburger Münsterland“ bereits die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf die Fahnen geschrieben. Aus diesem Anlass lud der Verbund seine mittlerweile 105 Mitglieder zur Jubiläumsfeier am Mittwochabend in die Akademie Stapelfeld ein.
Demografischer Wandel
Ernst Freese (Vechta), der den Verbund unter dem Namen „Überbetrieblicher Verbund Oldenburger Münsterland“ mit ins Leben gerufen und bis 2000 den Vorsitz inne hatte, erinnerte an die Anfänge des Verbundes, der 1992 mit 20 Unternehmen aus dem Landkreisen Vechta und Cloppenburg gegründet wurde. Einen Blick in die Zukunft wagte sein Nachfolger im Amt des ersten Vorsitzenden, Peter Kuhlmann-Warning (Damme). Die größte Herausforderung für Deutschland sei die Bewältigung des demografischen Wandels. Eine schrumpfende und alternde Gesellschaft mindere die Chancen auf Wirtschaftswachstum und Wohlstand enorm, so Kuhlmann-Warning. Aus diesem Grund habe es sich der Verbund zur Aufgabe gemacht, familienfreundliche Unternehmen zu unterstützen und eine stärkere Vernetzung untereinander zu fördern. Durch die jetzige Umbenennung in „Verbund familienfreundlicher Unter-nehmen Oldenburger Münsterland“ und die Entwicklung eines eigenen Logos solle die Arbeit der Organisation stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden.
Hukelmann mahnt
Auch Marlies Hukelmann, stellvertretende Cloppenburger Landrätin und Vechtas Landrat Albert Focke lobten die Arbeit des Verbundes, der in der Region wichtige Pionierarbeit auf dem Gebiet der Frauenförderung geleistet habe. Eine Gesellschaft könne es sich nicht leisten, gut ausgebildete Fachkräfte nicht in den Arbeitsmarkt einzubinden, mahnte Hukelmann, die selber Mutter von fünf Kindern ist.
Mitreißender Vortrag
In einem mitreißenden Vortrag stellte Matthias Krieger, Bauunternehmer aus Dingelstädt (Thüringen), der in diesem Jahr von der Bundesregierung als Deutschlands familienfreundlichster Unternehmer ausgezeichnet wurde, seine Firmenphilosophie vor. Gegenseitiges Vertrauen, gemeinsame Ziele und Visionen auf der Basis eines festen ethischen Fundamentes seien die Grundvoraussetzung seines beruflichen Erfolges, betonte der Unternehmer. Mitarbeiterbegeisterung, Zufriedenheit und Motivation seien notwendig, um gemeinsam das gesteckte wirtschaftliche Ziel zu erreichen. „Geben Sie jedem ihrer Mitarbeiter das Gefühl, dass er einen wichtigen und guten Job macht. Machen Sie die Menschen glücklich“, rief Krieger die anwesenden Unternehmer und Unternehmerinnen auf. Der Lohn dafür seien ein gutes Arbeitsklima, eine niedrige Fluktuation, ein niedriger Krankenstand und eine sehr gute Arbeitseinstellung, die sich auch auf die Qualität der geleisteten Arbeit auswirke, versicherte der ehemalige Leistungssportler, der vor 20 Jahren seine heute florierende Firma gründete.
KAS Verbundpartner
Die Katholische Akademie Stapelfeld erhielt an diesem Abend ihre Mitgliedsurkunde als 100. Verbundpartner. Des Weiteren erhielten die anwesenden Unternehmensvertreter ihre Mitgliedsurkunden sowie die neue Satzung.
