Bösel - Lange Jahre haben die Böseler auf das neue Baugebiet gewartet, Beratungen und oftmals zähe Verhandlungen begleiten die Gemeindepolitik und die Gemeindeverwaltung seit geraumer Zeit. Die Warteliste für einen Bauplatz in der Gemeinde war lang.

Vor rund zweieinhalb Jahren, am 19. Juni 2012, hatten sich auch Kerstin und Juri Markstädter auf die Liste setzen lassen, nur wenige Tage später, am 26. Juni, folgten Martina Raker und Matthäus Kasperczyk. „Das Warten hat sich gelohnt“, sind sich beide Paare sicher, denn sie konnten sich als einer der ersten ein Grundstück in „Bösel Nord“ aussuchen. Kerstin und Juri Markstädter als Dritte, Martina Raker und Matthäus Kasperczyk als Vierte. Die beiden Böseler Paare kennen sich nicht nur, sie sind sogar miteinander verwandt. Und ab dem kommenden Jahr dann auch Nachbarn.

Erste Wahl für Kerstin und Juri Markstädter war das Grundstück mit der Nummer 40, das sie auch bekamen. „Das war auch unser Favorit“, sagt Martina Raker. Warum? Direkt angrenzend steht eine Baumreihe, die erhalten bleibt. Ein weiterer Vorteil, sagen Kerstin Markstädter und Martina Raker: „Wir haben die Sonne im Garten“, bedeutet, der Garten liegt Richtung Süden.

Zudem liegen beide Grundstücke nicht am Raheweg, über den der Verkehr zu den Schulen fährt. Dafür allerdings mussten sie auch höhere Grundstückspreise in Kauf nehmen – 65 Euro pro Quadratmeter statt 59 Euro, die für den Quadratmeter im Bereich der Kategorie 2 gezahlt werden müssen.

Wesentlich günstiger gelegen als das seinerzeit ebenfalls diskutierte Baugebiet an der Jägerstraße sei der Standort des neuen Baugebiets, meint Kerstin Markstädter. Schade findet sie allerdings, dass es in ihrer direkten Nachbarschaft keinen Spielplatz geben soll. Der soll erst im zweiten Bauabschnitt im Norden des Gebietes entstehen.


Vorstellungen, was für ein Haus sie bauen möchten, haben Kerstin und Juri Markstädter auch schon: ein Staffelgeschoss-Haus. Martina Raker, die in der Personalabteilung des St.-Marienhospitals in Friesoythe arbeitet, und Matthäus Kasperczyk schwebt ein Haus mit einem sogenannten Herrengiebel vor. Zeichnungen haben sie noch keine, die folgen demnächst. Jetzt hoffen sie auf einen milden Winter, denn im April wollen sie starten, die Erschließungsarbeiten müssen bis dahin abgeschlossen sein. Das Ziel: Weihnachten nächsten Jahres im neuen Haus feiern, sagen beide Paare. Beide freuen sich schon sehr auf den Bau, wollen möglichst viel daran selber machen, schließlich sind die Männer Handwerker: Juri Markstädter ist Zimmermann, Matthäus Kasperczyk Treppenbauer.

Bösel als Wohnort sei für sie als „eingefleischte Böseler“ erste Wahl gewesen, sagt Grundschullehrerin Kerstin Markstädter. Schließlich lebten Freunde und Verwandte in der Gemeinde. Und ab dem kommenden Jahr wohnen zwei davon direkt nebenan.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)