Streekermoor/Berne - Um mehr als 30 000 ist die Zahl der von der Raiffeisen-Viehzentrale Ganderkesee-Bad Zwischenahn, in der auch Landwirte aus der Wesermarsch Mitglied sind, gehandelten Schweine und Rinder im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr gesunken – 475 625 Tiere waren es insgesamt. Besonders deutlich war der Rückgang mit 19 738 bei den Ferkeln.
Diese und andere Zahlen und Daten präsentierten Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft am Dienstagabend vor rund 150 Mitgliedern bei der Generalversammlung im Hotel Ripken in Streekermoor.
Den Umsatz hat die Genossenschaft im gleichen Zeitraum aufgrund von Preiserhöhungen um 6,2 Millionen Euro auf 83,5 Millionen Euro gesteigert. Den Jahresüberschuss von rund 80 000 Euro bezeichnete die Geschäftsführung allerdings als „nicht den Erwartungen entsprechend“ und „nicht ausreichend“. Er soll auf einstimmigen Beschluss der Mitglieder zu einem Teil den gesetzlichen Rücklagen (28 000 Euro) und zum anderen Teil der Betriebsrücklage (52 015,58 Euro) zugeführt werden.
Die sinkenden Stückzahlen führte Geschäftsführer Josef Wigger auf einen generellen Trend und auf den Strukturwandel in der Region zurück.
Auf der Tagesordnung der Versammlung standen auch Wahlen, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden Gerd Hanken geleitet wurden. In den Vorstand wurden Herwig Blankemeyer aus Hude und Carsten Strudthoff aus Ganderkesee wiedergewählt. In den Aufsichtsrat sind Thorben Schwarting (Ganderkesee), Thorsten Schwarting (Dötlingen), Henning Wefer (Berne) und Frank Emken aus Hude erneut eingezogen.
Für die Zukunft, so Josef Wigger, gelte es, in den Vorjahren verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Von strategischer Bedeutung sei der weitere Ausbau bestehender Kooperationen mit den befreundeten Viehvermarktungsgenossenschaften.
