Ganderkesee - Ein Kommen und Gehen herrscht derzeit in der Ganderkeseer Gastronomie-Szene. Während an der B 213 in Hengsterholz seit einigen Tagen auf der „Texas Riverranch“ Steaks, Spare Ribs und andere Spezialitäten aus dem Süden der USA serviert werden, schließt im Ganderkeseer Ortskern ein etabliertes Lokal seine Türen. Miriam Müllner, Inhaberin des „Flames“, hat angekündigt, zum Jahresende aufzugeben.
„Eine dritte Erhöhung auf eine ohnehin schon hohe Miete macht unsere gut besuchte Flammkuchenbar leider unrentabel“, schreibt sie auf der Facebook-Seite ihres Lokals. Zu der Frage, ob sie darüber nachdenke, an anderer Stelle neu zu eröffnen, wollte sich die Gastronomin am Mittwoch gegenüber der NWZ nicht äußern.
Weitergehen soll es indes im ehemaligen Ganderkeseer Bahnhof, der seit April 2010 die „Bodega Sunshine Bar & Kitchen“ beherbergt. Seit Mitte September ist das Lokal geschlossen. In einem Aushang heißt es, dass die Bodega am 1. November nach Renovierung und Umbau wieder geöffnet werde. Geschäftsführer Björn Schwamborn wollte sich mit Verweis auf eine Absprache mit der Eigentümerin der Immobilie, die Gemeinde Ganderkesee, nicht konkret zur Zukunft des Lokals äußern. Er bekräftigte jedoch, dass der alte Bahnhof Gastronomie-Standort bleibe. Er verriet nur so viel: „Wir ziehen uns ein neues Kleid an.“
Ganz neu angesiedelt hat sich indes ein Gastronomie-Betrieb an der Grüppenbührener Straße 2. Dort hat am Montag die „Crêperie Chiara“ den Betrieb aufgenommen. Das Bremer Paar Aras Moloud und Blerina Kraeft bietet in dem kleinen Lokal Crêpes, Baguettes, Flammkuchen und Hot Dogs an. „Wir haben das Ladenlokal zufällig entdeckt“, erzählte Moloud, der zuvor bereits als Angestellter in der Gastronomie tätig war, und fügte lachend hinzu: „Das war Liebe auf den ersten Blick!“
Vier Wochen verwendete das Paar auf die Renovierung und Ausstattung der Räume. Benannt wurde die Crêperie nach der gemeinsamen Tochter. Bei der Speisekarte setzen die Drei auf familienfreundliche Gerichte. Und zum Kaffee servieren sie ihr Markenzeichen: Kulice. Das Dattelgebäck stammt aus dem Heimatland der beiden, dem Irak.
Wie es im seit Mitte September geschlossenen Landcafé Loewenstein in Hohenböken weitergeht, ist unterdessen noch offen. Hilde und Helmut Loewenstein hatten den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen spontan einstellen müssen (die NWZ berichtete). Auf die Berichterstattung über die Schließung hin hätten sich mehrere Interessenten gemeldet, berichtet Helmut Loewenstein. Geregelt sei die Nachfolge derzeit aber noch nicht.
