Jever - Das Landvolk Jever hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Beisein von Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers bedauert, dass im jeverschen Rat kein Landwirt vertreten ist und so die Interessen der Landwirte nur bedingt berücksichtigt würden. So sei es etwa bei der Potenzialstudie zur Windenergie sinnvoll, die Landwirte in die Beratung einzubinden.
„Stadt und Land – Hand in Hand“, unter diesem Motto stand der Besuch des Bürgermeisters. Auch wenn er einräumen musste, das sich seine Erfahrungen mit Landwirtschaft auf Urlaub auf dem Bauernhof beschränken, machte er deutlich, dass es ihm wichtig sei, die Ortsteile stärker in die Entwicklung der Stadt einzubeziehen.
Sorge äußerten die Landwirte in Bezug auf den Vorstoß der SPD, die Innenstadt schwerlastverkehrfrei zu gestalten. Das würde die Landwirtschaft hart treffen, denn viele könnten ihre Flächen nur über die Innenstadt erreichen, so das Landvolk.
Die Entscheidung darüber werde sich hinziehen, sagte Albers, und signalisierte gleichzeitig, dass es aus seiner Sicht keine Veränderung in Bezug auf den Schwerlastverkehr in Jevers Innenstadt geben müsste.
Unzufrieden sind die Landwirte zudem mit der Entwicklung des Landschaftsschutzgebiets „Moorland“. Es werde sich wenig darum gekümmert, sagte ein Anwohner.
Zudem ging es um die Aussichten für den Bau eines Radwegs an der Landesstraße 813, die Zukunft des Brüllmarkts und anderer Feste und um die Neukonzeption des Stadtmarketings – genügend Gesprächsstoff also zwischen Stadt und Land.
Bei den Wahlen wurde Vorsitzender Hilmar Beenken einstimmig im Amt bestätigt. Allerdings muss er künftig mit nur noch einem Stellvertreter auskommen: Da der bisherige 1. Stellvertreter Fredo Eilts nicht erneut antrat, wählte die Versammlung Holger Helmerichs. Da sich für den 2. Stellvertreter kein Kandidat fand, blieb der Posten unbesetzt und entfällt künftig.
