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Genossenschafts-Forum Viele Geburten – wenig Kaufkraft

Jonas Schönrock

Cloppenburg - Die Region Weser-Ems trotzt dem Bundestrend. „Eine Stärke der Region ist die leicht steigende Zahl der Gesamtbevölkerung“, erklärte Holger Bornemann am Dienstagnachmittag in der Stadthalle in Cloppenburg. Der Genossenschaftsverband Weser-Ems hatte anlässlich seines 125-jährigen Bestehens zu einem Diskussionsforum eingeladen. Bornemann, Geschäftsführer der Prognos AG, sprach vor Bürgern und Unternehmensvertretern über die Stärken und Schwächen der Region. Dabei nahm er Bezug auf die Themenfelder Demografie, Wohlstand und soziale Lage, Arbeitsmarkt sowie Wettbewerb und Innovation.

Weniger Arbeitslose

Die Geburtenrate sei überdurchschnittlich und die Region sehr attraktiv für junge Erwachsene und Personen im Erwerbsleben. Die im Vergleich zumeist geringe Schuldenlast der Kommunen biete Raum für Investitionen. Eine weitere Stärke der Region sei die hohe Arbeitsplatzdichte und die unterdurchschnittliche Arbeitslosigkeit.

Problematisch sieht Bornemann die schwache Kaufkraft privater Haushalte und die trotz Anstiegs sehr niedrigen Arbeitnehmerentgelte. Handlungsbedarf sieht er ebenfalls bei der Breitbandinfrastruktur. „Das ist noch nicht so, wie wir uns das vorstellen.“

Vertieft wurden diese Themen in der anschließenden Podiumsdiskussion, die Ludger Abeln moderierte. Auf dem Podium standen Georg Litmathe, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbands Weser-Ems, Dr. Henning Müller von der Handwerkskammer Oldenburg, Stefan Ortmann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Prof. Dr. Marianne Assenmacher, Präsidentin der Uni Vechta, Johann Wimberg, Landrat des Landkreises Cloppenburg, Hubertus Meyer von GS agri sowie Ludger Ostermann von der Raiffeisenbank Garrel.

Wissenschaft stärken

Beispielsweise forderte Prof. Assenmacher eine Stärkung des Wissenschaftsstandortes Weser-Ems. „Wir haben zu wenig außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.“ Landrat Wimberg erinnerte daran, die Breite der Ausbildung im Blick zu haben. „Es darf nicht nur ums Abitur gehen. Es muss auch an das Handwerk gedacht werden.“


Die nächsten Genossenschaftsforen finden an diesem Mittwoch in Aurich und am Donnerstag, 12. März, im Akademiehotel in Rastede statt. Anmeldungen per Internet.

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