Garrel/Essen/Emstek - Die Polizei hat am Donnerstag so genannte „Lebendviehtransporte“ im Bereich der großen Schlachthöfe in Garrel, Essen und Emstek kontrolliert. Insgesamt nahmen die Beamten 15 Viehtransporte unter die Lupe, zwölf wurden beanstandet, informierte die Polizei – eine Beanstandungsquote von 80 Prozent.
In Garrel kontrollierten die Beamten einen 59-jährigen Viehtransporteur auf dem Weg zum Schlachthof. Er hatte 160 Mastschweine geladen und dabei die Vorschriften zur Unterteilung der Tiere in einzelne Gruppen nicht eingehalten. Zudem wurden Verstöße gegen die Bestimmungen über die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. In diesem Fall erwartet den Fahrer und den Halter ein Bußgeldverfahren sowohl vom Landkreis Cloppenburg als auch vom zuständigen Gewerbeaufsichtsamt.
In Essen wurde ein 48-jähriger Fahrer eines Viehtransports, beladen mit 175 Mastschweinen, überprüft. Eine Überladung um 14,25 Prozent wurde festgestellt, zudem eine Überschreitung der maximal zulässigen Fahrzeuglänge. Fahrer und Unternehmer erwartet ein empfindliches Bußgeld.
In Emstek kontrollierten die Beamten einen 25-jährigen Fahrer eines Traktors mit Viehanhänger. Auch hier genügte die Bodenfläche für die 101 geladenen Mastschweine – wie bei dem Fahrer aus Essen – nicht. Zudem war der Anhänger mit einem Kennzeichen versehen, dass hierfür nicht ausgegeben war. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zudem fiel den Beamten auf, dass am Sattelauflieger eines 30-jährigen Fahrers ein Reifen kein Profil aufwies. Auch dieser war um 5,9 Prozent überladen. Gegen Fahrer und Halter wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Die Kontrollen seien wichtiger Bestandteil der Verkehrsüberwachung und zur Sicherung tierschutzrechtlicher Belange, waren sich die Beamten im Hinblick auf die bei Lebendtiertransporten regelmäßig hohen Beanstandungsquoten einig. Die Polizei kündigte weitere Kontrollen mit dieser Zielrichtung an.
