Hannover - Angesichts seit Jahren steigender Prämien für die Haftpflichtversicherung hätten viele freiberufliche Hebammen ihren Job aufgegeben. Besonders in den vielen ländlichen Regionen im nördlichen Niedersachsen fehle es an Personal, so die zweite Vorsitzende des Niedersächsischen Hebammenverbandes, Brigitte Salisch. Die Hebammen in Niedersachsen unterstützen die Klagen ihres Bundesverbandes über stetig schlechtere Berufsbedingungen.
In Niedersachsen seien in einigen Regionen, wie etwa Stade, bereits Hebammen-Ambulanzen eingerichtet worden. Dorthin könnten Frauen sich wenden, wenn sie auf der Suche nur Absagen kassiert hätten. Das sei nicht selten der Fall. Viele Hebammen bekämen pro Woche bis zu zehn Anfragen, die sie ablehnen müssten. Eine Hebamme für eine Hausgeburt zu finden, sei sogar noch schwieriger, so Salisch.
