Garrel - In der großen Umfrage der NWZ zum „Leben in Garrel“ hat der Einzelhandel bei den befragten Bürgern gut abgeschnitten. 53,5 Prozent der Befragten vergaben die Note „gut“, 13,5 Prozent urteilten sogar mit „sehr gut“. Im Schnitt gab es die Note 2,4. Diese Einschätzung bestätigte sich auch bei einer Straßenbefragung, die die NWZ am Mittwoch machte.
Dennis Janssen aus Garrel ist der Meinung, dass es hier „genug Auswahl“ gibt. Eine kleine Einschränkung nimmt er dann aber doch vor: „Was mir tatsächlich noch fehlt, ist ein Elektronikmarkt,“ sagt der 20-Jährige. Marion Kenkel aus Nikolausdorf muss an ihrem Geburtstag noch das ein oder andere besorgen. Die frisch gebackene 48-Jährige nimmt sich trotzdem Zeit, eine persönliche Einschätzung vorzunehmen. „Mir gefällt der Einzelhandel in Garrel sehr gut. Ich vermisse eigentlich nichts. Die Auswahl vor Ort ist gut“, erklärt sie ihr Urteil. Eckart Wiechmann geht sogar noch einen Schritt weiter. Der Rentner aus Wardenburg ist immer mal wieder mit dem Rad vor Ort. „Garrel ist eine richtige kleine Einkaufsstadt“, sagt er. Der 69-Jährige führt weiter aus, dass auch ihm nichts fehle. Er freut sich, dass er alle Geschäfte schnell finden kann. Der ehemalige SPD-Ratsherr der Ortschaft Garrel, Josef Struth, findet das gemischte Angebot des Einzelhandels toll. „Es gibt nichts, was man hier nicht kaufen kann“, berichtet er. Begeistert ist Struth von der enormen Entwicklung, die die Ortschaft in den letzten Jahren durchgemacht habe.
Gestützt werden diese Einschätzungen von der Umfrage „Leben in Garrel“ im Bereich Vielfalt. Auf die Frage nach der Bandbreite im Einzelhandel vergaben 50 Prozent der Befragten Bürger die Note „gut“.
Das sieht auch Bürgermeister Andreas Bartels so: „Wir haben sehr vieles hier in Garrel. Das Einzelhandelskonzept ist konsequent umgesetzt worden“, erklärt er seinen Eindruck. Hierzu führt er weiter aus: „Wir haben an der Nikolausdorfer Straße bewusst darauf verzichtet, neben dem Einkaufszentren weitere kleine Shops zu gestatten. Dies wurde zum Beispiel im Heidecenter umgesetzt. Durch die Maßnahme haben wir verhindert, dass Kaufkraft aus dem Ort abgezogen wird.“ Im Bereich der Lebensmittel gebe es sogar eine Marktsättigung.
Erweiterungsbedarf sieht Bartels lediglich im Bereich der Fachgeschäfte. „Bei Haushaltswaren können wir beispielsweise noch nachlegen“, führt er zu diesem Punkt aus.
Insgesamt aber ist er zufrieden mit der gegenwärtigen Situation und freut sich über die Umfragewerte im Einzelhandel: „Mit einem so hohen Wert hätte ich nicht gerechnet, aber er zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
