VIELSTEDT - VIELSTEDT/KRK - Auf ihrer Jahreshauptversammlung freuten sich die Mitglieder des Ortslandvolkverbands Hude-Vielstedt über hohen Besuch gleich im Doppelpack. Denn an diesem Abend stand den Verbandsmitgliedern neben Bürgermeister Axel Jahnz auch der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands, Bernhard Wolff, Rede und Antwort. Im Falle Axel Jahnz’ unter anderem zu den Themen ländlicher Wegebau, Biogas und Strohfeueranlagen. Im Falle Bernhard Wolffs über aktuelle agrarpolitische Themen.

Zunächst wurden die Tagesordnungspunkte abgehakt. So blickte der Vorsitzende Heino Rippen auf das vergangene Jahr zurück. Zuerst auf die letzte Hauptversammlung und die Kreisversammlung bei Fischbeck in Wardenburg im März. Er erinnerte auch an die im Juni veranstaltete Fahrradtour durch „Feld und Flur“ mit anschließendem Grillen bei Blankemeyers in der Maschinenhalle, zu der das gute Wetter weit mehr als hundert Personen gelockt hatte. Ein weiteres Highlight sei die Tagesfahrt im August gewesen, wo die 77 Teilnehmer sich die Transrapidstrecke in Lathen und die Meyer Werft in Papenburg ansahen.

Schließlich rief Heino Rippen die Erntefeier im Oktober in Erinnerung, die im Vielstedter Bauernhaus gefeiert wurde.

Wieviel Geld – zum Beispiel wegen der Bezuschussung der Tagesfahrt im August – Ende 2006 noch in der Vereinskasse war, rechnete anschließend Kassenwart Herwig Blankemeyer vor. „Der Kassenstand ist zwar leicht rückläufig, die Haushaltslage aber trotzdem ausgeglichen“, lautete sein Resümee.

Sowohl Kassenwart als auch Vorstand wurden daraufhin entlastet. Die anschließende einstimmige Wiederwahl des Vorsitzenden Heino Rippen war keine Überraschung. Als neuer Kassenprüfer wurde zudem Volker Strangmann ins Amt gewählt. Er ersetzte turnusgemäß Frank Schlötelburg, während Hergen Haverkamp noch ein weiteres Jahr im Amt bleibt.


Kontrovers diskutiert wurde vor allem der Vortrag von Bürgermeister Axel Jahnz. Er warb im Rahmen der von ihm angestoßenen „Energiewende“ für die geplante Strohvergaserkesselanlage, die künftig Rathaus, Feuerwehr und DRK-Rettungswache beheizen soll. Außerdem ging er auf Bedenken einiger OLV-Mitglieder ein, die Wüstinger Biogasanlage könnte im Zuge einer Erweiterung zu einer Überbelastung der Zubringerstraßen und -wege durch Rohstofftransporte führen.

Schließlich war es der Kreisgeschäftsführer Bernhard Wolff, der die Anwesenden über die Entwicklungen der Agrarpolitik informierte. Er sprach über neue Antragsverfahren, die Folgen der veränderten Sozialgesetzgebung und die Möglichkeit, über Schenkungen die Erbschaftssteuer zu umgehen.