VIELSTEDT - 1966 fand der erste Vergleichswettkampf beider Vereine statt. Kontakte waren über die Schwiegereltern von Günter Reil geknüpft worden.

Von Benno Hespe

VIELSTEDT - Seit 40 Jahren bestehen freundschaftliche Kontakte zwischen dem Boßelclub Vielstedt/Hude und dem Boßelverein „Liek ut’e Hand“ aus dem friesischen Astede (bei Neuenburg). Über Generationen hinweg hat die Freundschaft inzwischen Bestand. Anlässlich des „40-Jährigen“ trafen sich am vergangenen Sonnabend Gäste und Gastgeber zu einem Freundschaftswettkampf, der bei besten Witterungsbedingungen guten Anklang fand.

Auf der Wurfstrecke, der Nordenholzer Straße, waren verschiedene Gruppen männlicher Boßler, Frauen- und Jugend-Boßler beider Vereine unterwegs. Anschließend versammelten sich alle im Vereinslokal „Vielstedter Bauernhaus“ zu einem gemütlichen Beisammensein.

Vielstedts Vorsitzender Waldemar Rüdebusch und sein Kollege aus Astede, Heinz-Günther Ehlers, blickten, bevor das Essen auf den Tisch kam, auf die 40-jährige Freundschaft zurück. Im Laufe der Jahre gab es regelmäßige Begegnungen. Zunächst wurden, wie von Vielstedts Ehren-Vorsitzenden Günter Reil zu erfahren war, im Frühjahr und Herbst Freundschaftswettkämpfe ausgetragen. Wegen der sportlichen Punktwettkämpfe gab es aber immer weniger freie Termine, so dass man sich jetzt einmal im Jahr trifft.

Der erste Freundschaftswettkampf wurde, wie sich Reil erinnert, am 4. Dezember 1966 in Vielstedt veranstaltet. Im Frühjahr 1967 ging es dann erstmals nach Astede. Zustande gekommen sind die Beziehungen beider Vereine, als Günter Reil mit Frau seine Schwiegereltern in Astede besuchte. Da die dortigen „Sitzungen“ für die Männer aber ziemlich „langweilig“ gewesen seien, habe sein Schwager Heinz Juilfs gemeint, „lot us’n bäten Boßeln“.


Damit war der Grundstein zu den wenig später in Gang gekommenen freundschaftlichen Kontakten gelegt. Der Boßelclub Vielstedt/Hude gehört dem Kreisverband Ammerland an, da es einen Kreisverband Oldenburg mangels Vereinen nicht gibt. Im Landkreis Oldenburg existieren nur Boßelclubs in Sandhatten und Benthullen. Auch mit den Sandhatter Boßlern und einem Verein aus Barenburg in der Nähe von Sulingen werden freundschaftliche Begegnungen gepflegt.

In Hude wurde, so Reil, schon vor dem Krieg geboßelt. Nach dem Krieg war es 1957 der frühere Vorsitzende Walter Backhus, der Initiator für die „Wiederbelebung“ des Boßelsports war. Im nächsten Jahr nun feiert der Boßelclub Vielstedt/Hude mit dem 50-jährigen Bestehen sein goldenes Jubiläum. Dann werden sicher auch die Freunde aus Astede dabei sein.