VIELSTEDT - Rechtlich ist die Deutsche Bahn zu nichts verpflichtet – zumindest was die Bahnstrecke Oldenburg – Bremen betrifft. Denn hier wird weder neu gebaut, noch richtig umgebaut. Lärmschutzmaßnahmen an der Bahnline sind somit nur aus dem freiwilligen Programm des Bundes zu erwarten.

Wenig Hoffnung machte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Ulrich Bischoping, der auf Einladung der Landtagsabgeordneten Christian Dürr (FDP) und Ansgar Focke (CDU) gekommen war, damit den Bürgern und Vertretern der Gemeinden Hude und Ganderkesee sowie der Stadt Delmenhorst am Dienstagabend im Vielstedter Bauernhaus. Gesetzlich müsse die Bahn zurzeit nämlich nichts für den Lärmschutz an der Strecke tun – auch wenn sich der Verkehr bis 2015 auf der Strecke verdoppeln wird.

Und auch für Aufnahme in das Programm des Bundes gebe es noch einige Hürden zu überwinden. Hier müssten erst der Belastungspegel, die Anzahl der betroffenen Anwohner und die Länge des Sanierungsabschnitts miteinander verrechnet werden. Die beste Möglichkeit, den Lärm wirklich einzudämmen, sieht Bischoping deshalb im Einsatz neuartiger Radsysteme.

„Ich gehe gar nicht beruhigt nach Hause“, sagte Alice Gerken-Klaas im Anschluss an Bischopings Ausführungen. Und auch die teilnehmenden Wüstinger waren nicht zufrieden. Ihr Ort taucht in den Planungen bisher noch gar nicht auf. Bischoping versprach aber, sich beim nächsten Gespräch im Verkehrsministerium für die Ausweitung bis nach Wüsting stark zu machen.