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Ausbildung Vier Berufe in einem kombiniert

Matthias Geusen

Ganderkesee - „Von morgens bis abends im Büro zu sitzen, wäre nichts für mich. Ich muss etwas in meinen Händen halten – etwas, womit ich konkret arbeiten kann“, erklärt Marvin Schmidtke seine Berufswahl. Der 18-Jährige aus Delmenhorst befindet sich im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bei der Unternehmensgruppe Meyer Technik. Die Firma mit Hauptsitz in Ganderkesee ist in den Bereichen Gebäudetechnik und Energietechnik tätig.

Er schätze an seinem Beruf besonders die Vielfältigkeit. Im ersten und zweiten Lehrjahr wurde der ehemalige Realschüler viel auf Elektrobaustellen eingesetzt. So habe er eine Menge über Elektroinstallationen in Neubauten und Sanierungsbaustellen gelernt. Sein Ausbildungsbetrieb ist vor allem in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Krankenhäusern tätig, erzählt sein bisheriger Ausbildungsleiter Manfred Siemer. Im dritten Lehrjahr arbeitet der Auszubildende vorwiegend im Bereich Photovoltaik.

Am liebsten Feinarbeiten

„Wir ersetzen hier mit unserer Arbeit vier Berufe“, sagt der 18-Jährige. Denn um eine Photovoltaikanlage auf einem Dach zu installieren, müssten Dachdecker-, Zimmermann-, Photovoltaikinstallateur- und Elektrikerarbeiten durchgeführt werden. All dies lerne er in seiner Ausbildung. „Dabei sind mir Feinarbeiten wie das Verdrahten von Zählern oder Sicherungen am liebsten“, sagt er mit einem Lächeln.

Während seiner dreieinhalb Jahre dauernden Ausbildung besucht Schmidtke auch die Berufsschule in Delmenhorst. Im aktuellen Lehrjahr erhält er dort einmal in der Woche das theoretische Rüstzeug für seine Ausbildung. In der Schule stehen zum Beispiel Erneuerbare Energien, Motorentechnik, Digitaltechnik und die Planung von elektrischen Anlangen auf dem Stundenplan. Im Politikunterricht lerne er aber auch, welche Gesetze und Vorschriften für Auszubildende relevant sind. „Die Ausbildungszeit ist sehr anspruchsvoll“, stellt der Delmenhorster fest. Eigentlich seien die dreieinhalb Jahre für den Umfang des Ausbildungsstoffes zu kurz.

Am 9. November ist Schmidtke bei der Berufsbildungsmesse BIM 2012. Dort beantwortet er Fragen von Schülern und Eltern zu seiner Ausbildung. Für eine Bewerbung als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik müssten die Schüler einige Voraussetzungen erfüllen. Notwendig sind laut Schmidtke ein Realschulabschluss oder ein Abschluss der Hauptschule mit der zehnten Klasse, ein überzeugendes Sozial- und Arbeitsverhalten, handwerkliches Geschick und gute Noten in Physik und Mathe.


Mathematik gehört dazu

Besonders beim letzten Punkt hatte der 18-Jährige keine Probleme bei seiner Bewerbung. „Im Leistungskurs Mathe war ich in der Schule unterfordert“, bemerkt er. So sei er auch nicht schockiert gewesen, als er beim Vorstellungsgespräch einen kleinen Mathetest absolvieren sollte. „Mathematik gehört bei diesem Beruf einfach dazu“, erklärt der Auszubildende.

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