Oldenburg - Die Vorarbeiten für das nächste Millionen-Projekt des international tätigen Automobilzulieferers Vierol AG laufen: Hinter der Unternehmenszentrale an der Karlstraße lässt das Unternehmen zurzeit den Bauplatz für das geplante Entwicklungszentrum auf bislang nicht entdeckte Kampfmittel untersuchen. Das teilte Unternehmenssprecherin Sina Zimmermann jetzt mit.

Wie berichtet, will die Vierol AG bis spätestens Sommer 2015 für rund drei Millionen Euro ein Entwicklungs- und Schulungszentrum bauen. Für den Bau hat das Unternehmen der Stadt ein zwischen Vierol-Verwaltungsgebäude und Taastruper Straße gelegenes Grundstück (knapp 1700 Quadratmeter) abgekauft. Vierol will Qualitätsmanagement und Entwicklung von Komponenten stärker im eigenen Haus konzentrieren. In jedem Jahr gibt Vierol etwa 2000 neue Teile bei Produzenten in Auftrag, die weltweit vertrieben werden. Zusätzlich werden technische Schulungen eigener Mitarbeiter und des Personals von Kundenbetrieben in 128 Ländern der Welt eine Hauptrolle spielen.

Vor dem Baubeginn untersuchen Kampfmittelräumer nun den Bauplatz, denn der nahe gelegene Hauptbahnhof wurde in den letzten Kriegstagen 1945 von britischen Kampfverbänden bombardiert. Beim Bau der in der Nachbarschaft liegenden Zentrale der Landessparkasse zu Oldenburg wurden Blindgänger gefunden und mussten gesprengt werden, ebenso beim Bau der EWE-Arena. „Derartige unangenehme Überraschungen wollen wir möglichst vermeiden und mit diesen Maßnahmen vor Baubeginn im neuen Jahr auf Nummer sicher gehen“, hieß es aus der Vierol-Zentrale.