Oldenburg - „Unser Ziel ist es, virtuell vernetzte Menschen auch in der analogen Welt miteinander bekannt zu machen“, erklärt Sebastian Neumann und ergänzt freudestrahlend: „Das klappt super!“
Vor drei Jahren gründete der 36-jährige Oldenburger das Social-Media-Netzwerk „Hashtag SoMe“ in der Huntestadt, die er auch gern als „Epizentrum“ bezeichnet. Mittlerweile gibt es auch in zahlreichen anderen Städten wie Köln, Münster oder auch Wiesbaden Ableger.
Das Konzept ist dabei überall identisch: Blogger oder Unternehmen stellen 30 bis 40 Gästen aus den verschiedensten Branchen in rund einstündigen Fachvorträgen ihre Arbeit in den sozialen Netzen oder die digitalen Strategien ihrer Unternehmen vor. Anschließend haben Teilnehmer die Möglichkeit, sich in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen.
Das bringt neben neuem Wissen auch weitere Vorteile: „Virtuelle Kommunikation klappt besser, wenn man sich persönlich kennt“, so Sebastian Neumann.
Auf diese Weise wurden seiner Aussage nach bereits mehrere geschäftliche Kooperationen geschaffen und auch Praktikumsplätze vermittelt. „Damit bilden wir neue Synergien, von denen alle profitieren“, so der Social-Intranet-Berater.
Seit Anfang des Jahres leitet Lars Heinemann den Oldenburger Stammtisch. Er betont: „Die Vorträge werden neutral und nicht vertriebsorientiert gehalten, das ist uns sehr wichtig.“
Die Themenvielfalt ist dabei groß und reicht von der Digitalisierung von Klassenzimmern bis hin zu Fahndungsarbeit der Polizei in den sozialen Netzwerken. In Bremen referierte im vergangenen Jahr auch schon der FDP-Vorsitzende Christian Lindner über die Kultur des Scheiterns von Startup-Unternehmen.
„So hat jeder die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und seinen Horizont zu erweitern“, macht Lars Heinemann deutlich.
Die Vorträge sind ausdrücklich kostenlos, „jeder opfert nur seine Zeit“, so der Videoproduzent.
Der nächste Stammtisch in Oldenburg findet am 14. April ab 18 Uhr bei Niedersachsen Ports, Hindenburgstraße 26 statt.
