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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Manager: Vision vom breit angelegten Technologiekonzern

12.02.2013

Stuttgart Wäre es nach ihm gegangen, würde Daimler noch heute Flugzeuge bauen: Edzard Reuter, von 1987 bis 1995 Chef des Daimler-Benz-Konzerns, wird am kommenden Sonnabend (16. Februar) 85 Jahre alt. Während seiner Zeit als Vorstandschef wollte Reuter den Autokonzern in ein Technologie-Imperium verwandeln. Doch seine Vision scheiterte – und Reuter musste sich letztlich von Kritikern als „der größte Kapitalvernichter aller Zeiten“ schelten lassen.

„Darüber habe ich immer gelacht“, sagte er einst in einem Interview. „Es ist doch unsinnig, nur die Entwicklung des Aktienkurses in einer bestimmten Periode zum Maßstab des Erfolgs zu machen. Da ist eine längerfristige Strategie überhaupt nicht mehr möglich.“

Und die hatte Reuter: Ende der 1980er Jahre hatte der Manager die Vision, aus Daimler (erst Daimler-Benz, später Daimler-Chrysler, heute nur noch Daimler) einen breit angelegten Technologiekonzern zu machen. 1989 verhalf er den Stuttgartern sogar zu einer eigenen Luft- und Raumfahrttochter, der DASA. Auch AEG, Dornier und MTU gehörten zu dem Imperium, das Reuter zwar viel Aufmerksamkeit, dem Konzern allerdings Milliardenverluste einbrachte.

„Ich denke nicht gerne an die Tage nach meinem Ausscheiden zurück“, räumt er im Gespräch ein. An seine aktive Zeit beim Unternehmen erinnere er sich hingegen „mit großer Genugtuung.“

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Ob er noch einen Mercedes fährt? „Aber selbstverständlich.“ Zu Daimler führt ihn sein Weg darin allerdings nicht. Er habe dort mittlerweile kein Büro mehr und verfolge die Entwicklung des Konzerns „als außenstehender Beobachter“, sagt er. Daimler ist heute längst wieder im ursprünglichen Kerngeschäft mit Autos angekommen.

Reuter selbst hat heute anderes im Kopf als Bilanzen: Zusammen mit seiner Frau Helga hat er eine Stiftung gegründet, die sich für das Zusammenleben von Migranten und Deutschen einsetzt.

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