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Gesundheit Vita-Forum will kontinuierlich zulegen

Nordenham - Alle Ziele sind noch nicht erreicht. Das hat Daniel Tecklenburg aber auch gar nicht erwartet. Der Geschäftsführer des Vita-Forums ist „sehr zufrieden“ mit der bisherigen Entwicklung des Pflege- und Gesundheitszentrums, das vor anderthalb Jahren in Nachbarschaft der Wesermarsch-Klinik den Betrieb aufgenommen hat. Dass von den 72 stationären Plätzen 32 noch nicht belegt sind, steht laut Daniel Tecklenburg nicht im Widerspruch zu der positiven Einschätzung. „Die Belegung im stationären Bereich entspricht unseren Erwartungen“, sagt er, „von einer vollen Auslastung zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ausgegangen.“

Nächstes Jahr 90 Prozent

Der Wirtschaftsplan des Vita-Forums sieht eine kontinuierliche Steigerung der Belegungszahlen vor. Für das dritte Quartal des nächsten Jahres strebt Daniel Tecklenburg eine Auslastung von 90 Prozent an. „Das ist zu schaffen“, gibt er sich zuversichtlich und macht kein Geheimnis daraus, dass der derzeitige Stand auf Dauer nicht ausreichen würde. Der am 1. April 2012 eingeweihte Neubau an der Sophie-Scholl-Straße hatte einen Investitionsaufwand von 7,1 Millionen Euro erfordert.

Der Geschäftsführer und sein Marketingleiter Daniel El Khatib wissen, wo sie den Hebel ansetzen müssen. „Unsere inhaltliche Unterscheidung gegenüber anderen Pflegeheimen ist noch nicht genug bekannt“, sagt Daniel Tecklenburg.

Das Vita-Form ist in drei Bereiche aufgeteilt. Den Schwerpunkt stellt die stationäre Versorgung von Menschen dar, die an Demenz oder seelischen Erkrankungen wie Altersdepressionen leiden. Für solche Patienten werden 72 Plätze angeboten, von denen zurzeit 40 belegt sind. Die pflegerische Betreuung in diesem Fachgebiet erfordert einen erhöhten Aufwand. „Teilweise haben wir eine 1:1-Betreuung“, sagt Daniel El Khatib. Das bedeutet, dass sich ein Pfleger um einen Bewohner kümmert. Entsprechend hoch ist der Personalbedarf. Zurzeit sind im Vita-Forum 55 Mitarbeiter beschäftigt, davon 40 in der Betreuung und Pflege.

Auch die bauliche Gestaltung und die Innenausstattung sind auf die besonderen Bedürfnisse von Dementen und psychisch Kranken ausgerichtet. Dazu gehören zum Beispiel klare Orientierungshilfen über die Farbgebung der Räume und die Beschaffenheit der Fußböden. Im ganzen Haus und auch im Außenbereich sind alle Wege als Rundgänge angelegt, damit kein Bewohner in eine Sackgasse geraten kann.


Die Beleuchtung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Düstere Ecken gibt es nicht; die Lux-Zahlen der Glühlampen entsprechen dem Tageslicht. „Dunkelheit ist nicht gut für das Gemüt“, betont Daniel Tecklenburg.

Intensive Betreuung

Die 72 stationären Plätze verteilen sich auf sechs Wohngruppen, für die jeweils gemeinsame Angebote vorgehalten werden. Dabei ist eine intensive Betreuung unerlässlich. „Um die Welt eines seelisch erkrankten Menschen zu verstehen, müssen wir seine ganz eigene innere Welt kennen lernen, in der er sich bewegt“, schildert Daniel Tecklenburg seine Pflegephilosophie.

Während es im stationären Bereich noch freie Plätze gibt, sind die beiden anderen Abteilungen des Vita-Forums ausgebucht. Dabei handelt es sich um die Tagespflege in Kooperation mit der Johanniter-Unfallhilfe (12 Plätze) und um das betreute Wohnen (8 Plätze).

Das Vita-Forum gehört ebenso wie die Villa Lindenhof in Phiesewarden und der Petershof in Rastede zur Unternehmensgruppe Tecklenburg. Die drei Pflegeeinrichtungen arbeiten auch organisatorisch zusammen.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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