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Neuwahlen in Thüringen   im April 2021 – MP-Wahl im März
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Entscheidung In Erfurt
Neuwahlen in Thüringen im April 2021 – MP-Wahl im März

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Der neue Präsident der Landwirtschaftskammer

11.02.2015

Oldenburg Die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen hat Gerhard Schwetje zu ihrem neuen Präsidenten für die nächsten sechs Jahre gewählt. Die Kammerversammlung votierte am Dienstag in Oldenburg einstimmig für den 57-jährigen Landwirt aus Cramme (Kreis Wolfenbüttel), der seit 2009 LWK-Vizepräsident ist. Ebenfalls einstimmig wählten die Delegierten auch seine beiden Stellvertreter, den 55 Jahre alten Forstwirt Heinrich Grupe aus Deensen (Kreis Holzminden) und den 49 Jahre alten Landwirt Hermann Hermeling aus Salzbergen im Emsland.

Die Kammerversammlung stand auch im Zeichen der Trauer und Betroffenheit. Mit einer Schweigeminute wurde des bisherigen Präsidenten Arendt Meyer zu Wehdel (62), der im Januar nach langer Krankheit verstorben war, gedacht. Schwetje würdigte ihn als „leidenschaftlichen Verfechter der landwirtschaftlichen Selbstverwaltung“. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) bezeichnete ihn als „kompetenten und leidenschaftlichen Partner“.

Schwetje betonte in seiner Ansprache, dass er die „erfolgreiche Arbeit“ der LWK und seines Vorgängers fortsetzen wolle. Er setze auf Teamfähigkeit und Fairness und sehe sich nicht als „Feldwebel auf dem Kasernenhof“, sondern eher als „Kapitän einer erfolgreichen Fußball-Mannschaft“.

Der neue LWK-Präsident betonte die Herausforderungen vor denen man stehe. Einerseits den Strukturwandel in der Landwirtschaft, der dazu führen werde, dass in den nächsten sechs Jahren voraussichtlich 15 Prozent der Betriebe aufgeben würden. Die verbleibenden würden zugleich größer, und sie spezialisierten sich zunehmend.

Anderseits müsse man auf die veränderten gesellschaftlichen Erwartungen reagieren. „Es geht darum, eine ökonomisch und sozial erfolgreiche Landwirtschaft in Einklang zu halten mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und den berechtigten Interessen der Allgemeinheit“, sagte Schwetje. Die Kammer sehe er als „Mittler zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft“. Er begrüßte die intensive gesellschaftliche Diskussion, kritisierte aber, dass mancher Einwurf „ahnungslos“ und „frei von Sachverstand“ sei, wofür er viel Applaus erhielt.

Minister Meyer wiederum mahnte an, „mehr miteinander statt übereinander zu reden“. In vielen Fragen setze er lieber „auf freiwilligen Konsens statt Verordnungspolitik“, sagte er. Mit Blick auf die hohe Nitratbelastung etwa sprach er sich dafür aus, „regionale Lösungen zu finden“, statt pauschal die Düngeverordnung zu verschärfen.

An die Landwirtschaft appellierte Meyer, sich der gesellschaftlichen Debatte zu stellen. „Die Kammer sollte an der Spitze des Fortschritts stehen und kein Bollwerk des Status quo sein“, sagte er.

Dabei könnte das nächste Diskussionsthema allerdings schon anstehen. Meyer kündigte eine Reform des Kammergesetzes an: „Es geht darum, die Aufgaben zu durchleuchten. Was ist noch nötig, was überflüssig, und welche neuen Aufgaben gibt es.“

Man werde sich alles anhören, aber hier gingen schon die „gelben Alarmleuchten“ an, sagte Schwetje, der eine vernünftige finanzielle Ausstattung der LWK anmahnte: „Eine starke Kammer ist Garant für eine starke Landwirtschaft in Niedersachsen“.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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