Garrel - Die Geflügelpest wütet weiter im Landkreis Cloppenburg: Mehr als 100 000 Puten mussten aktuell in der Gemeinde Garrel getötet werden. Wie der Landkreis mitteilte, konnte in einem Betrieb der H5N8-Erreger bereits nachgewiesen werden. Bei zwei weiteren Beständen handelt es sich um Verdachtsfälle, die Bestätigung des Friedrich-Loeffler-Instituts steht noch aus.
Insgesamt sind in Niedersachsen bereits 700 000 Tiere der Vogelgrippe zum Opfer gefallen. Dabei sei ein Gesamtschaden von 14 Millionen Euro, sagte Agrarministeriumssprecher Klaus Jongebloed am Freitag in Hannover. Die Tierseuchenkasse ersetzt den Tierhaltern den größten Teil des Schadens.
„Entwarnung kann man auf keinen Fall geben“, sagte Jongebloed. „Hotspot ist der Landkreis Cloppenburg mit der Gemeinde Garrel.“ In 39 niedersächsischen Betrieben ist es inzwischen zu Ausbrüchen gekommen. 19 dieser Betriebe stehen in der Gemeinde Garrel. Insgesamt gibt es im Land etwa 100 Millionen Stück Geflügel. Bei Wildvögeln konnte der Virus in 46 Fällen nachgewiesen werden.
