Ganderkesee - Sie hämmern, sie bohren und schmirgeln: Emsig wurde am Freitagmorgen in den Delme-Werkstätten gearbeitet. Die Beschäftigten werkelten aber nicht an den üblichen Aufträgen der Werkstatt, im Arbeitsraum der Gartengruppe entstanden kleine Vogelhäuschen. Unterstützung bekamen die sechs jungen Männer von Hans-Joachim Brandt und Rüdiger Laudin vom Seniorenbeirat Ganderkesee. Das Vogelhausbauen ist eine gemeinsame Aktion des Ganderkeseer Präventionsrates.
Die Arbeitsgruppe „Dialog der Generationen“ hatte bereits im vergangenen Jahr in einer ähnlichen Konstellation Igelburgen gebaut und dann an Kindergärten in Ganderkesee verteilt. „Das haben wir auch in diesem Jahr vor“, sagte Hille Krenz, Geschäftsführerin des Präventionsrats. In elf Kindergärten sollen die Häuser hängen. Für den richtigen Holzschnitt sorgte die Firma Reisch.
Die Erfahrungen mit dem Projekt aus dem vergangenen Jahr seien so gut gewesen, dass alle Beteiligten unbedingt auf eine Wiederholung pochten. Unter dem Motto der Inklusion, also Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzuführen, aber auch generationsübergreifend erfüllt das Projekt gleich zwei Ziele des Präventionsrats.
Die Beschäftigten der Delme-Werkstätten sind alle Mitglieder der neugegründeten Gartengruppe. Erst seit dem 1. Januar arbeiten die fünf Mitarbeiter und ein Praktikant aus dem Berufsbildungsbereich der Einrichtung zusammen. Udo Fuhrmann, Leiter des Bereichs Garten-Landschaftsbau, der auch die Vogelhäuschen-Aktion beaufsichtigte, betreut die Gruppe.
Die Männer sollen sich in erster Linie um Gartenlandschaftspflege kümmern. „Weiter schauen wir auch, was wir im Bereich Qualifizierung anbieten können“, sagt Fuhrmann. Je nach Möglichkeit der Beschäftigten wäre sogar eine Qualifizierung, die eine Teilnahme am ersten Arbeitsmarkt ermögliche, denkbar, erklärte er weiter.
