Altona/Wildeshausen - Auf ein gutes Jahr 2012 blickt die Kreisarbeitsgemeinschaft der Genossenschaftsbanken Oldenburg-Land/Delmenhorst, kurz GOLD, nach eigenen Angaben zurück. „Es ist eine erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen“, stellte Frank Ostertag, Vorstand der Volksbank Wildeshausen, fest. Und tatsächlich: Die Suche nach dem sprichwörtlichen Haar in der Bilanz der Arbeitsgemeinschaft, die seit Kurzem durch die Volksbank Oyten ergänzt wird, gestaltete sich schwierig. So stieg die Bilanzsumme 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 4,08 Prozent auf rund 1,62 Milliarden Euro.
Ebenso legten die Einlagen der von den Banken betreuten rund 195 000 Kunden auf rund 1,063 Milliarden Euro zu – ein Zuwachs von 2,26 Prozent. Und das trotz des geringen Zinsniveaus. „Wir sehen das als Zeichen, dass sich unsere qualitative Beratung in Kundenvertrauen auszahlt“, erklärte Ostertag.
Auch die Entwicklung des Kreditvolumens gestaltete sich positiv: So vergaben die GOLD-Banken Darlehen in Höhe von rund 1,081 Milliarden Euro – ein Plus von 3,33 Prozent. Ein Rückgang war hierbei allerdings bei der regenerativen Energiefinanzierung – sprich Krediten für Photovoltaik- oder Biogasanlagen – zu verzeichnen. „Das könnte mit den sich veränderten Einspeisevergütungen oder aber der restriktiveren Genehmigungspolitik, was Biogasanlagen betrifft, zu tun haben“, mutmaßte Ostertag.
Stattdessen würden immer mehr Gewerbetreibende auf Kredite bei den GOLD-Banken zurückgreifen, ergänzte Wolfgang Etrich, Vorstand der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok, und leitete damit gleich auf das Thema Eigenkapital über. Auch hier sieht sich die Arbeitsgemeinschaft was die rechtlichen Vorgaben betrifft – in Fachkreisen als „Basel III“ bekannt – gut gerüstet. „Die bis zum Jahr 2018 umzusetzenden Vorgaben erfüllen wir schon heute“, erklärte Ostertag. Ein auch für die Kunden wesentlicher Punkt, sekundierte Etrich, schließlich könnten andere Geldinstitute, wollen sie die Eigenkapitalquote kurzfristig erfüllen, beispielsweise die Kreditvergabe einschränken.
Auch abseits des eigentlichen Bankgeschäfts zeigte man sich mit der Entwicklung zufrieden: Mit nahezu 475 Mitarbeitern blieb die Anzahl der Beschäftigten nahezu identisch. Wachsen soll hingegen der noch geringe Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten. „Allerdings nicht, weil wir eine Quote erfüllen wollen, sondern weil wir einen neuen Blick auf die Dinge, eine neue Diskussionskultur wollen“, betonte Ostertag.
