Shanghai - Der VW-Konzern hat zum Jahresbeginn einen überraschend hohen Gewinn erzielt. Nach vorläufigen Zahlen betrug das operative Ergebnis im ersten Quartal rund 4,4 Milliarden Euro, teilte der Autobauer am Dienstag mit.

Volkswagen führte dies vor allem auf Erfolge bei der schwächelnden Kernmarke zurück, die rund 0,9 Milliarden Euro erwirtschaftete. Gründe dafür seien erfolgreiche Markteinführungen vor allem des neuen VW Tiguan. Auch die übrigen Marken des Konzerns hätten zu der guten Entwicklung beigetragen.

Im Vorjahreszeitraum hatte VW noch ein operatives Ergebnis von 3,4 Milliarden Euro erzielt. Beim operativen Ergebnis des Gesamtjahres 2017 rechnet der Konzern mit einer operativen Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent.

Analysten hatten für das erste Quartal weniger erwartet. Die Vorzugsaktien von Volkswagen schnellten nach Vorlage der Eckdaten in die Höhe. Der vollständige Zwischenbericht wird am 3. Mai veröffentlicht.

Unterdessen hat Volkswagen in China viel vor. Das zeigt sich bei der Leitmesse „Auto Shanghai“. Trotz rückläufiger Verkäufe in den ersten drei Monaten rechnet man auf seinem wichtigsten Absatzmarkt mit einem guten Jahr.


Konzernchef Matthias Müller sagte vor Ort in China, er sei „sehr zuversichtlich“, dass der Konzern 2017 mindestens so schnell wie der Gesamtmarkt wachse. Er kündigte eine Modelloffensive an. Der Markt werde 2017 um vier bis fünf Prozent zulegen.

Volkswagen lieferte in China im Startquartal mit 891 500 Fahrzeugen 6,7 Prozent weniger aus als im Vorjahreszeitraum. VW begründete dies vor allem mit im Januar reduzierten Steuererleichterungen der Regierung.