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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Volkswagen wird daran nicht zerbrechen“

11.12.2015

Wolfsburg /Berlin Der Abgas-Skandal zwingt Volkswagen zu einer schnelleren Neuausrichtung des riesigen Autokonzerns. „Wir werden es nicht zulassen, dass uns diese Krise lähmt“, sagte Vorstandschef Matthias Müller am Donnerstag bei der Vorlage einer ersten Zwischenbilanz.

„Wir nutzen sie als Katalysator für den Wandel, den Volkswagen braucht.“ Strukturen und Denkweisen müssten sich ändern, auch damit künftig ähnliche Krisen verhindert werden. Die Folgen des Abgas-Skandals sind allerdings immer noch gravierend.

Wenn es gelinge, aus den millionenfachen Falschangaben zum Stickoxid-Ausstoß von Dieselwagen Lehren zu ziehen, könne es wieder bergauf gehen, sagte Müller. „So ernst die aktuelle Situation auch ist: Dieses Unternehmen wird nicht daran zerbrechen.“

Das Top-Management werde VW künftig weniger zentralistisch führen, betonte Müller. Einen Absatzeinbruch gebe es bisher nicht.

Bei der Suche nach Verantwortlichen für den Diesel-Skandal hat die VW-Spitze weiterhin nur einen relativ kleinen Kreis von Verdächtigen im Visier. „Wir halten es für wahrscheinlich, dass nur eine überschaubare Zahl an Mitarbeitern aktiv zu den Manipulationen beigetragen hat“, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Erstmals seit Ausbruch der Krise stand die VW-Spitze der Öffentlichkeit Rede und Antwort.

Rund 450 Experten arbeiteten an der Aufklärung. Ziel sei es, bis zur Hauptversammlung am 21. April 2016 einen vollständigen Überblick über die Ergebnisse zu liefern.

VW hatte Mitte September zugegeben, in rund elf Millionen Dieselmotoren eine Software eingesetzt zu haben, die Daten zum Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxid-Abgase schönte.

„Es sieht so aus, als bekomme der VW-Konzern nach dem großen Skandal mehr und mehr festen Boden unter die Füße“, meinte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion. „Vor allem in Europa sieht die Perspektive jetzt wieder etwas besser aus.“

Mit Blick auf die Konsequenzen, die VW gezogen hat, fiel Dudenhöffers Urteil zwiespältig aus. „Der Konzern hat nur eine halbe Lösung bei der Bewältigung gewählt“, meinte er. „Der Austausch des Personals im Management war dringend notwendig, geht aber nicht weit genug.“ Teile des alten Managements seien immer noch als Chefaufseher tätig. „Und der zuletzt mächtigste Mann im Konzern aus dem alten System, Bernd Osterloh, ist weiter der König von VW und zieht die entscheidenden Fäden.“

Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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