Als Krankenschwester kam Birgit Linkenbach unter anderem auch mit der Arbeit im Kreißsaal in Kontakt. Fasziniert davon dachte sie sich: „Das möchte ich machen.“ „Die beste Entscheidung meines Lebens war die Ausbildung zur Hebamme“, sagt sie. Zunächst arbeitete sie im Krankenhaus in ihrem „Traumberuf“. Da Birgit Linkenbach aber nicht auf Dauer im damit verbundenen Schichtdienst arbeiten wollte, war sie „gezwungen“, sich selbstständig zu machen. Die Selbstständigkeit habe sie als angenehm empfunden. Obwohl sie kein richtiges Wochenende habe, mache ihr die Arbeit „total Spaß“. Besonders die Nachbereitung sei interessant.
Ihr Büro hat die Hebamme, die in Ganderkesee wohnt, in einer Frauenarztpraxis in Delmenhorst. Drei bis vier Stunden pro Tag verbringt sie mit Hausbesuchen, wobei es um Nachsorge und die gesamte Betreuung der Frauen und Säuglinge nach der Geburt geht.
„Früher war der Beruf der Hebamme nicht so vielseitig wie heute“, sagt die 49-Jährige. Neben der Vor- und Nachsorge ist sie unter anderem auch beratend tätig und wendet außerdem Akupunktur an. „Die Geburtshilfe ist eher der kleinste Teil“, meint sie. Selbst nachts bekommt Birgit Linkenbach manchmal Anrufe von Frauen und muss dann telefonisch beraten.
Um „auszuspannen“, fährt sie zusammen mit ihrem Mann zum Skifahren nach Tirol, und im Sommer geht es für drei Wochen in den Urlaub. „Das braucht man auch“, sagt sie. Dafür muss sie aber ihre Termine mindestens drei bis vier Wochen im Voraus planen und dann für eine Vertretung sorgen.cst
Birgit Linkenbach
Hebamme
