Rastede - Bauarbeiten statt Unterricht: Wo sonst Schüler Mathe und Deutsch büffeln, regieren in den Sommerferien die Handwerker. Im Obergeschoss der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede an der Wilhelmstraße lässt die Gemeindeverwaltung bis Mitte August umfangreiche Renovierungsarbeiten erledigen. 815 000 Euro werden investiert.
„Wir haben eine Fläche von 1000 Quadratmetern entkernen lassen und bauen diesen Bereich komplett neu auf“, sagt Arnd Witte aus dem Bauamt der Gemeinde am Donnerstag bei einem Ortstermin in Rastedes größter Schule.
Decken und Böden neu
Die Liste der Arbeiten ist lang: 1000 Quadratmeter Akustikdecken werden ausgebaut und erneuert, 700 Quadratmeter alte und instabile Trennwände werden ausgebaut und erneuert, 1000 Quadratmeter alte Bodenbeläge ersetzt und 1100 Quadratmeter Wand gestrichen.
Außerdem werden neue Heizkörper eingebaut und Elektroinstallationsarbeiten ausgeführt. Zudem werden rund 190 Quadratmeter alte Aluminiumfenster ausgebaut und durch neue ersetzt. 265 Quadratmeter Fassadenbekleidung werden demontiert und durch eine neue, den heutigen Standards entsprechende Vorhangfassade ersetzt. In allen Räumen werden überdies neue Sonnenschutzanlagen eingebaut. Auf dem Gebäudetrakt werden außerdem rund 1500 Quadratmeter Dachabdichtung saniert und damit energetisch auf den neusten Stand gebracht.
„Mit dem Einbau der Akustikdecken und zusätzlichen Akustikmaßnahmen an den Wänden tragen wir den heute geltenden Vorgaben im Hinblick auf die Inklusion Rechnung“, sagt Witte. In allen renovierten Räumen könnten anschließend Kinder mit einer Hörbehinderung unterrichtet werden.
Der Zuschnitt der Klassenräume werde im Übrigen nicht verändert, sagt Witte. Sie werden aber technisch auf den neusten Stand gebracht. „Wir legen Anschlüsse für Beamer, Multiboard und HDMI-Geräte“, erklärt er.
Wer nach den Ferien von der Wilhelmstraße aufs Schulgebäude schaut, wird zudem eine neue Fassadenfarbe erkennen. „Rubinrot“ sei in Abstimmung mit der Schulleitung gewählt worden, berichtet Witte.
Unterricht im Container
Ebenfalls neu: Auf dem Schulhof an der Wilhelmstraße werden, wie berichtet, übergangsweise zwei Container aufgebaut, in denen Schüler unterrichtet werden können. Die Gemeinde mietet die Container bis zum Beginn des Schuljahres 2018/2019 an, um so die Raumnot zu entspannen. Mittelfristig sollen fünf Klassenräume angebaut werden, Baubeginn soll 2017 sein.
