Emden/Wolfsburg - Der neue Werkleiter des Emder Volkswagen-Werks kommt aus den USA nach Ostfriesland. Frank Fischer, bisher Leiter des Volkswagen-Werks in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee, übernimmt im April die Leitung des Emder Werks. Das teilte der Wolfsburger Autobauer am Donnerstag mit.

Der 52-jährige Fischer folgt in Emden auf Jens Herrmann (55), der – wie berichtet – ab April das Wolfsburger VW-Werk leiten wird. Herrmann löst in dieser Funktion den ehemaligen Emder Werkleiter Siegfried Fiebig ab, der als Sprecher der Geschäftsführung an die Spitze von Volkswagen Sachsen rückt.

Fischer betritt an dem ostfriesischen Standort kein Neuland. Von 2001 bis 2005 war der Diplom-Ingenieur und Master of Business Administration (MBA) schon einmal als Fertigungsleiter im Emder Werk tätig.

2005 übernahm er dann die Leitung des Werks in Braunschweig. 2008 ging der 52-Jährige in die USA und leitete zunächst das Projektteam für den neuen Standort in Chattanooga, ehe er ab 2010 dort die Werkleitung übernahm. Fischer, der an der RWTH Aachen und der University of Washington in der US-Metropole Seattle studiert hatte, ist seit 1991 im Volkswagen-Konzern tätig.

In Emden wird Fischer gleich vor großen Aufgaben stehen. Nicht nur, dass in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen des ostfriesischen Werks gefeiert wird, zugleich laufen zurzeit auch die Vorbereitungen für den Produktionsstart des neuen Passat-Modells auf vollen Touren. Allerdings kann Fischer hier durchaus auf Erfahrungen aus Chattanooga zurückgreifen. In dem Werk wir die US-Version des Passat gefertigt.


Fischers Nachfolge in Chattanooga tritt Christian Koch (50), bisher Geschäftsführer D-Klasse bei der Volkswagen Sachsen GmbH, an.