Viel getan hat der Hegering Linswege für den Erhalt der Natur und der Tierwelt. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus, verbunden mit der Hegeschau, deutlich. Helmut Oetjendiers, der zwölf Jahre lang Hegeringleiter war, dankte den Jägerinnen und Jägern für die gute Zusammenarbeit. „Nistkästen wurden mit Kindern gebaut, und wir haben auf den Naturschutz hingewiesen. Am Tag der offenen Tür beim Westersteder Finanzamt wurde das Infomobil gut angenommen“, so Oetjendiers. „Es ist immer wieder erschreckend, wie viele junge, aber auch ältere Menschen die heimische Tierwelt nicht kennen.“ Auch die Ferienpassaktion „Ein Abend auf dem Hochsitz“ sei sehr gut angenommen worden.

Diskutiert wurde in der Runde auch der Rückgang des Niederwilds. Ein Hauptgrund sei vermutlich der Trend zu Monokulturen wie z.B. der Maisanbau. Deshalb müssten die Jäger Wildäcker sowie Blühstreifen anlegen und die Beutegreifer stark bejagen. Nur so hätten Rebhuhn, Feldhase und Wiesenvögel noch eine Chance, hieß es.

In der Versammlung wurde für jahrzehntelange Mitgliedschaft Rudolf Thye zum Ehrenmitglied der Jägerschaft ernannt. Seit 25 Jahren dabei sind Enno Frerichs, Imke Reiners, Dieter Wilken und Dirk Hobbiebrunken und wurden ebenfalls geehrt. Die Linsweger Jäger sind in der Hundeausbildung sehr aktiv – acht Jagdhunde wurden erfolgreich ausgebildet und geprüft. Den Umgang mit der Waffe haben die Jäger bei einigen Übungsschießen und Wettkämpfen mit der Büchse und der Flinte bewiesen.

Zum neuen Hegeringleiter wurde Christian Schulze-Döring gewählt. Er wird von Hajo Twietmeyer (stellv. Leiter), Dr. Jan Janßen (Schriftführer) und Jürgen Mayer (Kassenführer) unterstützt. Kreisjägermeisterin Talke Ruthenberg und der Ammerländer Jägerschaftsvorsitzende Hartmut Cordes informierten die Jäger in der Versammlung über aktuelle Themen. Insbesondere wies Ruthenberg auf die hohe Anzahl von Wildunfällen hin. Sie rief die Jäger auf, das Rehwild frühzeitiger zu bejagen und Wildwarnreflektoren an Unfallschwerpunkten anzubringen. Nur so können die Fallwildzahlen effektiv reduziert werden.

Ganz im Zeichen des Osterhasen stand eine von der DLRG-Jugend Westerstede organisierte Feier. Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Basteln von Hasenohren konnten die rund 25 teilnehmenden Kinder unter Anleitung von zahlreichen ehrenamtlichen DLRG-Mitgliedern die Aufgaben eines Osterhasen kennenlernen, darunter das Basteln von Osterschmuck, das Verstecken von Eiern und ein Eierlauf mit Hindernissen. Auch die Theorie über Hasen und Ostereier kam nicht zu kurz.

Tatkräftige Unterstützung erhielten die DLRG-Ehrenamtlichen dabei von zwei „Fachleuten“ in Hasenkostümen. Zum Abschluss konnten die Teilnehmer dann ihr erlerntes Wissen bei einem 1, 2 oder 3-Spiel prüfen und so heiß begehrte Schokoladeneier und -hasen ergattern.