Wildeshausen - Für das Jahr 2015 zieht das Kreis-Veterinäramt ein ruhige Bilanz – ohne größeren Krisen im Bereich Tierseuchen oder Lebensmittel. Neben dem vielfältigen Tagesgeschäft wurde die Zeit weiter mit intensiven Vorbereitungen auf Krisensituationen genutzt.
Mit den Veterinärämtern der Städte Oldenburg und Delmenhorst wurde wieder eine Tierseuchenübung zur Geflügelpest durchgeführt. Als zweites wurde Anfang November eine Übung zur Lebensmittelsicherheit absolviert. Das Übungsszenario war eine Lebensmittelvergiftung mit Erkrankungsfällen bei Menschen mit zunächst unklarer Ursache.
In der Gemeinde Prinzhöfte ist im März die Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ in mehreren Bienenhaltungen aufgetreten, so dass ein Sperrbezirk eingerichtet wurde. Stark betroffene Bienenstöcke mussten getötet werden, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Die Imker wurden durch die Niedersächsische Tierseuchenkasse entschädigt. Danach wurden alle anderen Bienenstände untersucht, ob sie Anzeichen dieser Seuche haben. Mitte Dezember konnte der Sperrbezirk aufgehoben werden
Eine vierköpfige Delegation der EU nahm im Oktober auch eine Überprüfung der Salmonellenbekämpfung im Landkreis Oldenburg vor. Anschließend gab es gute Noten.
Im Bereich Tierschutz musste 2015 unter anderem eine Rinderhaltung aufgelöst werden. 22 Tiere wurden erheblich vernachlässigt, leider konnte der Halter nicht dazu gebracht werden, seine Tiere tierschutzgerecht zu halten. Zudem wurde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Daneben musste in einer Vielzahl von Fällen bei Vernachlässigungen in Tierhaltungen das Veterinäramt aktiv werden.
Die Zahl von ungerechtfertigten Anzeigen, zum Beispiel im Rahmen von Nachbarschaftsstreitigkeiten, ist nach wie vor hoch und bindet erhebliche Arbeitskapazitäten beim Amt.
Durch die Ausbildung und Übernahme einer Lebensmittelkontrolleurin konnte die Qualität der Überwachung weiter gestärkt werden. Zudem wurde Anfang Dezember 2015 wiederum ein Auszubildender zum Lebensmittelkontrolleur eingestellt.
Für 2016 wird eine fortdauernde Bedrohung durch verschiedenste Tierseuchen wie Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit und Geflügelpest erwartet.
