Huntlosen - Mit einer gelben Warnweste als Mitbringsel für den eigenen Wagen verließen die Mitglieder des Maschinenrings Oldenburg am Mittwochabend die Jahreshauptversammlung in Meyers Gasthaus in Huntlosen. Von direkten Gefahren war während der Versammlung nicht viel zu hören, aber dennoch kamen ernstzunehmende Gedanken um Landwirtschaft, Ernte und Entwicklung des Maschinenrings zur Sprache.

812 Mitglieder zählte der Zusammenschluss zum 31. Dezember des vergangenen Jahres. 18 Abgängen standen neun Zugängen gegenüber. Im Vorjahr waren noch 821 Mitglieder registriert worden. 746 landwirtschaftliche Betriebe, 35 Lohnunternehmen und 31 fördernde Mitglieder gehören zum Maschinenring. Bewirtschaftet wurde eine landwirtschaftliche Fläche von 41 051,8 Hektar, was einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 55,03 Hektar entspricht, erklärte Geschäftsführer Rolf Breitenbach.

Zuvor hatte der stellvertreten Vorsitzende Heiko Loskamp, der die Sitzung eröffnete für den ersten Vorsitzenden Rainer Fortmann den Jahresbericht abgegeben. „Der Winter war lang, das späte Frühjahr nass, der Sommer trocken, Ausnahme die Hochwassergebiete, der Herbst windig und der Winter – welcher Winter?“, sagte Loskamp.

„Wir konnten alle viel Winterdienst betreiben, in aller Ruhe Grün- und Ackerland pflegen, bestellen und säen. Auch die Ernte verlief relativ entspannt. Nur das Wasser kam irgendwie zeitlich ungünstig“, erklärte der Zweite Vorsitzende. Beeindruckt zeigte sich Loskamp von der Welle der Hilfsbereitschaft für die Hochwasseropfer. Er selber sei über Facebook „Bremen hilft“ angesprochen worden, ob er Heu und Stroh zur Verfügung stellen könnte. „Da habe ich nicht lange überlegt. Zehn Heurundballen und zehn Strohrundballen konnte ich entbehren.“

Auch die Arbeit des Maschinenringes in Lüchow-Dannenberg, sei hervorzuheben. Technische Hilfe mit geeignetem Gerät sei geleistet worden. „Diese Erfahrungen haben uns bewogen, Gespräche mit dem ersten Oldenburgischen Deichverband zu führen, um für die Zukunft gewappnet zu sein“, sagte Loskamp. „Für das Frühjahr ist auch eine Runde mit der Feuerwehr Delmenhorst anberaumt, die auch immer wieder mal schweres Gerät benötigen.“ Heiko Loskamp warb ferner für die Mitarbeit in der Betriebshilfe, die in Not geratenen Maschinenring-Mitgliedern hilft. Zuvor waren Loskamp, Bernd Reinke und Hajo Suhr von der Versammlung für die Vorstandsarbeit wiedergewählt worden.


Geschäftsführer Breitenbach stellte die finanziellen Eckdaten und den Haushaltsplan für dieses Jahr vor. Die Einnahmen sind mit 111 244 Euro und die Ausgaben mit 110 702 Euro veranschlagt. Demnach würde sich für den Verein ein rechnerischer Überschuss von 542 Euro ergeben.

Wie Breitenbach sagte, seien im vergangenen Jahr 4174 Verrechnungswerte abgerechnet worden, was einem Umsatz von 1 662 848 Euro entspricht. Davon entfielen auf die Lohnunternehmen 910 656 Euro. Der neue Geschäftsführer des Landesverbandes Maschinenring Niedersachsen, Uwe Weddige, hielt einen Vortrag zum Thema „Landwirtschaftliche Bauvorhaben – Mehr Licht im Paragrafen-Dschungel des Baurechts“.